F&B offer am Flughafen Charles de Gaulle in Paris

Side-visit – der Flughafen Charles de Gaulle in Paris – landside Gastronomie – eine Übersicht

Wenn gleich im Januar ein Trip ansteht ist das im Bezug auf das Reisejahr schon einmal ein guter Start. Aus den europäischen Nachbarländern gibt es oft spezielle Tarife, welche bis zu 100% günstiger sind als wenn man aus Deutschland abfliegt. 9 Monate zurück war das der Grund das Ticket mit dem Startpunkt Paris zu wählen und den Komfort von Swiss- und Singapore Airlines in der Flugzeugspitze wahrzunehmen. Nach einer gewissen Vorfreude war nun endlich die Zeit gekommen um dieses Ticket anzutreten. Mit Eurowings geht es von Düsseldorf aus nach Frankreich, Charles de Gaulle dem drittgrößten Flughafen Europas. Als Passagier der Bizclass darf man aus dem onboard Menü sich seine F&B Genüsse frei auswählen. Die Manchego Oliven „Platte“, alles schön eingepackt in Plastik, mit ihrem Hummus und den Brotsticks ist durchaus passabel. Dazu eine Coke Zero, zugegeben nicht zu spektakulär, kommt im Kaffeebecher daher. Nach einem kurzen Flug ist man schon in Paris angekommen. Ich entscheide mich wegen eines längeren Aufenthaltes für einen check der Airport Gastronomie. Charles de Gaulle besteht aus 3 Terminals, wobei Terminal 2 mit Abstand die höchste Dichte und Abwechslung an Gastronomie bietet. Anzumerken ist, dass ich nur über die sogenannte „landside“ Gastronomie berichten werde, was nichts weiter heißt als das diese für jede Person öffentlich zugänglich ist. Was sich hier einem offenbart ist zugegeben keinen Umweg wert! Standard wohin das Auge schaut, keinerlei Innovation und erst recht enttäuschend im Abgleich zum Angebot während der Trendreise im Herbst 2018 in Paris Stadtzentrum. Es ist vieles stehengeblieben, beziehungsweise eingerostet. Bei dem Anspruch den die Vermieter an Flughäfen heute haben, ist das landside Angebot wirklich extrem nüchtern. Terminal 2 bietet noch das beste Angebot, zumindest was die Auswahl angeht. Bekannte Brands wie Starbucks, Mc Donalds finden sich hier und auch ein Brioche Dorée. Bei Mc Donalds wird die „Salad Bar“ am Eingang angepriesen, vor ihr stehend ist es eine Vitrine mit abgepackten Produkten – keine Emotion, kein Erlebnis wenig zeitgemäß. Da stellt sich die Frage warum hat man das, aus der kulinarischen Ecke kommend, überhaupt implementiert?

Darf es ein wenig mehr „upmarket“ sein? Dann kommen die local heros zum Tragen, wie „Frenchy Bistro“ oder „Maison Pradier“ der mit superfood Salaten aus dem Anfangsstadium dieser Produktkategorie aufwartet. Ohne bra(i)nding und einer eher losen Produktansammlung in der Kühlvitrine gehört das in die Kategorie „Langeweile 100%“. Bei „Laduée“ sieht es nicht besser aus, da gefallen mir alte Bekannte schon besser, wie das „Paul“ mit seiner Backkompetenz oder auch einer grab and go location wie dem „Marks & Spencer“. Zurück im Terminal 1 und der dortigen Gastrowelt fällt einem eher noch das „Tappan“ mit seiner „daily cuisine“ ins Auge, allerdings auch nur eine gewisse Weiterentwicklung klassischer Bistroküche.

Da geht eindeutig mehr, im Vergleich hierzu sind Flughäfen auf der landside in Frankfurt, Singapur oder Zürich wesentlich attraktiver im kulinarischen Angebot.  Den Abschluss vor dem Weiterflug bietet dann mal wieder Lufthansa in der Senator Lounge. Undichte Essigspender, tropfende Getränkezapfhähne und milchig angelaufene mit Wassertropfen versehene Gläser, haben den Charme vom südfranzösischen „lez e fair“ Lebenstil ???? – passt – ich bin ja in Frankreich – „so schaut´s aus!“

Fazit: Der Flughafen Charles de Gaulle ist zumindest von der landside Gastronomie aus betrachtet keine Inspirationsreise wert.

Euer

Christian

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