
27. Mai 2023
Die Ausgangslage:
London hat extrem viele gute Restaurants im Angebot. Dort einen Platz zu ergattern ist oft eine andere Sache. Das im Jahre 2015 eröffnete Sexy Fish ist vielleicht einer der coolsten, angesagtesten F&B Units in die man gehen kann. Das Restaurant Interior besticht im Design durch angesagte Künstler, die Bar, welche vor einer Art Wasserfall die Cocktails mixt, hat die vielleicht größte japanische Whiskey Sammlung außerhalb Japans. Der konzeptionelle Ansatz, wie könnte es anders sein, ist asiatisch die Meeresfrüchte dieser Welt gekonnt in Szene zu setzen, aber dazu später mehr.
Die Speisekarte und die finale Auswahl:
Vorspeisen:
Die Karte ist sehr umfassend, egal ob a la carte oder die 2 Menüs die im Angebot sind. Wir entscheiden uns für das 5 Gang Sekushi Menü, wobei im „shared“ Modus die Teller an den Tisch gebracht werden. Die ultra knusprigen Baby-Tintenfisch-Tuben sind da schon einmal ein sehr guter Start. Der hauseigene geräucherte Lachs aus Schottland mit eingelegten Gurken mundet de facto ebenfalls. Der hauchdünn aufgeschnittene Gelbflossen-Thunfisch mit Ponzu, einer japanischen säuerlichen Würzsoße, schmilzt förmlich auf der Zunge. Der zur Vorspeisen-Variation gehörende Enten-Wassermelonen Salat ist erfrischend, von dem auf der Karte erwähnten „knusprig“ ist allerdings eher weniger zu merken. Soviel mal zu den Vorspeisen!
Zwischengang:
Nun folgt der Zwischengang wenn man dies überhaupt bei dem ständigen servieren der Gänge so bezeichnen kann.Schottischer Lachs und abermals leckerer Thunfisch, beides roh, mit avantgardistischen Sushi-Rolls. Die sind teilweise gefüllt mit Tintenfisch der zur Decke ragt, Gemüse und natürlich dem bekannten Reis. Außen umhüllt mit einer hauchdünnen Rettich Schicht, getaucht in Soja-Wasabi-Soße, ein Genuss! Nun folgt eine Miso-Suppe, die so schmeckt wie alle Miso-Suppen in japanischen Restaurants, also gut.
Im Zuge des Abends muss angemerkt werden, dass die Geschwindigkeit mit dem der aufmerksame Service die Gerichte bringt, etwas zu hoch ist um zum genießen. Auf die Feststellung dieser Situation nimmt die Küche bei den folgenden Gängen etwas die Geschwindigkeit heraus und somit den Charakter eines Fast-Food-Restaurants.
Hauptgang:
Neben den Tiger Prawns sticht der chilenische Wolfsbarsch geschmacklich stark heraus. Auch hier ist einiges an Ponzu, Soya-Soße und Ketchup-Manis verarbeitet, allein diese Kombination macht das Gericht zu einem „Umami-Hammer“. Dazu wird gegrillte Süßkartoffel gereicht, einfach maximal lecker ist die Kombination aus Grillaromen, Kokosnuss und der Süße der Kartoffel. Nicht zu vergessen das zarte Rinderfilet, rosa gebraten, angerichtet in einem Sud aus Soya und Rettich.
Dessert:
Wer bei diesem Dessert nicht komplett ausflippt, den kann ich auch nicht mehr verstehen! Die Cheesecake wird im Ganzen serviert, mit frischen Erdbeeren, Sorbet und weißen Schokoladen Eis, dazu locker luftig leichte Berliner mit Schokoladen- und Vanillesoße. #induldge #eintauchen
Die Wein- und Getränkekarte:
Das Angebot und die Auswahl ist qualitativ absolut hochwertig. Uns begleitet durch das Menü ein Sauvignon Blanc – Penedes – Fransola – aus dem Hause Torres. Ein Sauvignon wie man ihn eher weniger kennt, nicht ganz so floral, tropisch, exotisch, sondern durch die Fermentation der Trauben eher würzig, aber trotzdem Säure betont. Darüber hinaus bietet die Karte alles was das Herz begehrt. Die wichtigsten Weinländer wie Frankreich, Italien sind mit ihren Top-Marken vertreten, ein Schwenk geht auch in die neue Welt, nach Downunder und in die USA. Wer am Ende der 24 seitigen Auswahl noch eine Tequila benötigt wird selbstverständlich fündig!
Fazit:
Der Service ist auf den Punkt, allerdings in Kombination mit der Küche auch manchmal zu schnell! Bewusster Genuss ist so eher weniger möglich. Die Musik ist zu laut für meine Geschmack, die Unterhaltung muss entsprechend auch laut geführt werden. Das Ambiente ist auch nach 7 Jahren noch High-Class, so wie das Essen. Geschmack, die Garpunkte, alles geht hier in Perfektion einher. Wohl zu bedenken das an einem Abend bis zu 200 Gäste verköstigt werden, dass braucht eine gute Planung, Präzision und Können! Mein Kompliment gilt insbesondere der Küchencrew, geschmacklich voll auf die 12, Weltklasse! Bei Preisen von 110 Euro für das Menü, plus Wasser, Kaffee und Wein, sicherlich nicht der günstigste Abend des Jahres, im angesagten Londoner Stadtviertel Mayfair!
Euer Christian
11. Juni 2026
Wer das zentrale Vietnam bereist, der sollte nicht nur am Beach faul abhängen, auch wenn das natürlich äusserst verlockend ist. Der Mittelpunkt, jenseits der Pole Hanoi im Norden und Ho-Chi-Minh-Stadt im Süden, ist es wert erkundet zu werden. Grabstätte des Königs der Nguyen Dynastie Um 9:00 Uhr morgens startet die private Tour mit der Abholung am Hotel. Es ist durchaus […]
10. Juni 2026
Es geht für weitere 2 Nächte nach Singapore! Es warten weitere leckere Speisen, zum Beispiel die so beliebten Dim Sums. Aber auch das Mandarin Oriental weckt eine gewisse Vorfreude. Die legendäre Marke betreibt ihre Häuser rund um die Welt, so auch eines im Tiger-Staat. Checkin und die Zeit zwischen Anreise und Bett: Erfolgt nach der effizienten Anreise vom Changi Airport […]
04. Juni 2026
Seit einigen Jahren liegt dieser vermeintlich feine Tropfen im Keller. Diverse Quellen geben das ideale Zeitfenster für den vollendeten Genuss bis 2034 an. Der Verzehr dieses Traubensaftes erfolgt ohne dekantieren und ohne eine lange Vorlaufzeit „zum Luft holen“, also dem Öffnen der Flasche mit bis zu 1 Stunde vor Konsum. Der Syrah aus Rheinhessen vom Weingut Rings wird im Barrique […]
27. Mai 2026
Wie allseits bekannt bietet Singapore eine Vielzahl von guten bis sehr guten Essensmöglichkeiten. Die Hawker Märkte wären einmal zu nennen, locker lässig auf Straßenebene gegrillte Satay Spieße genießen, dazu ein kühles Tiger Bier trinken und in den dunklen Abendhimmel schauen, ein schöner Auftakt! Diesmal geht es in die Chijmes Hall, ein schöner innenstädtischer Square in dessen Center eine neugotische Kapelle […]
23. Mai 2026
Die Ausganslage: Wer in das populäre Vietnam reist, hat sicherlich nicht nur die traumhaften Strände als Anlaufziel Nummer 1. Da fällt dem selbst nicht so erfahrenen Traveller die Ha Long Bucht oder das Mekong Delta ein. Etwas weiter unten im Ranking kommt dann aber schon Zentralvietnam. Ziel für Flugreisende ist der Airport in Da Nang, ein sauberer und recht moderner […]
22. Mai 2026
Dieser Tropfen ist eine Entdeckung während eines Champagne Besuchs im Monat April. Im Gabrielle in Reims speist man nicht nur gut, sondern hat noch einen tollen Blick auf die Kathedrale. Zudem leistet man sich einen Sommelier, der seinen Gästen Tropfen auch jenseits der Champagne empfehlen kann. Diesmal ist es zum Rinderfilet Rossini ein Bordeaux, zugegen auch gleichzeitig einer meiner Lieblings-Cuvée´s. […]