
13. März 2022
Mileage Run 2022
In Zeiten der Verwerfung, zum Beispiel einem sinnlosen Krieg, einem immer noch kursierenden Virus, scheint dies völlig absurd-richtig! Da gibt es keine 2 Meinungen, aber warum dann doch? Vielleicht um gerade einmal das Gefühl wieder zu haben, wie es sorgenfrei war, ohne CO2 Foodprint Gedanken, ohne Krieg in Europa und ohne Covid.
Während wir hier im westlichen Europa noch die Sahneschnitte konsumieren, geht es weiter östlich maximal bedenklich ab! Kein Tag ohne Schreckensnachrichten, kein Tag ohne neue Inflations-Hiobsbotschafen, kein Tag ohne Covid Fallzahlen, kein Tag ohne Fliegen?
Ausbruch und hier kommt der CUT! 4 Flüge in einem Tag. Mal alles hinter sich lassen, über den Wolken abschalten, ohne Internet, ohne Schreckensnachrichten, ja das war neben Meilen sammeln sicherlich auch eine gewisse Motivation. Eintauchen in die alte Welt, „detached“ vom daily life.
In Düsseldorf geht es los, mit der S Bahn zum Flughafen, schnell via security in die Lufthansa Business Lounge. Die Frequenz ist recht überschaubar, aber in der Medienstadt besteht immer die Chance auf einen Promi, diesmal Jorge, Juror bei „Let´s Dance“, falls das jemanden was sagt!?
Mit einer kleinen Embraer Maschine geht es nach Zuerich, einem der besten Airports überhaupt. Aus meiner SSP Food Travel-Expert Zeit, weiß ich nur zu gut noch, wie wichtig ein gutes F&B Angebot dem Flughafen Besitzer ist, gerade im internationalen Vergleich. Flughäfen bedienen ja nicht nur Direktflug Passagiere, sondern stehen im Dauerwettbewerb bei den „Umsteigern“. Da macht ein attraktives Angebot, neben der Infrastruktur, sprich kurzen Wegen, durchaus einen Unterschied, neben dem Preis des Flugtickets natürlich. Hier findet man regionale als auch internationale Food-Marken mit guten Produkten und einem kreativen Angebotsmix.
Ein kurzer Besuch in der Senator Lounge und schon geht es weiter nach Barcelona. Ein traumhaft schöner Flug entlang der Alpen, via Genfer See in die Mittelmeer Stadt. In Barcelona hatte ich Anfang der 2000er eine sehr schöne Zeit verlebt, mehrere Wochen sogar! Mit der Privatjacht waren wir im Trockendock, bezogen eine Wohnung und hatten ein 9-5 life, was eine schöne Abwechslung ist zum Leben auf See. In die Stadt geht es diesmal nicht, am Airport bietet es sich an, feinsten Bellotta Schinken und Manchego für @home zu kaufen. Bellotta ist die höchste Qualitätsstufe, die Tiere werden größtenteils frei gehalten und zur Zeit der Eicheln, fressen sie auch diese ausschließlich.
Zurück in der Metallröhre geht es via Zürich nach Düsseldorf. Der Service der Swiss besticht durch ein gutes F&B Angebot und freundliches Personal. Schweizer Schinkenspeck mit Melone, Roastbeef mit Kartoffelsalat, Thunfisch mit Erbsenmousse lassen den Passagier durchaus genießen. Allerdings ist das Mousse etwas fade, aber dass ist jammern auf hohem Niveau. Dazu der Champagner aus dem Hause Duval Leroy-ich würde sagen es mundet! Allerdings gibt es auch von weiteren Gästen die Nachfrage nach „Plant Based“, sprich Vegan. Hier ist man meiner Meinung nach noch zu klassisch unterwegs, es wird wohl noch eine Weile dauern bis hochwertige, gut umgesetzte vegane Gerichte den Weg in den Flieger finden, auch wenn die Flexibilität über den Wolken immer ein wenig eingeschränkt ist. Flexibel offerieren die Flugbegleiter einen gemischten Salat und ich finde es verdient Respekt, was heute schon beim Ableger der Lufthansa, sprich der swiss sehr gut ineinander greift. Nicht umsonst ist es die beste kontinentale Business Class, dass darf sich dann auch zurecht operational excellence nennen!
Ein Tag später, auch auf Grund der kulanten doppelten Meilenaktion – sind 20000 Statusmeilen im Online-Account hinterlegt und die Verlängerung des noch immer begehrten Lufthansa Senator Status rückt näher. Die Zeilen mögen banal klingen, gerade auch wenn man es im Kontext zu meiner Einleitung liest. Es bleibt somit eine reduzierte Freude über den Tag in der Luft, die schon vor Kriegsausbruch gebucht wurde und fest auf der Agenda stand.
Wer das Fliegen liebt, die Leistung welche erbracht wird erlebt, aber auch das an internationalen Flughäfen gezeigt kulinarische Angebot, für den lohnt ein solcher Trip immer.
Wer ein schlechtes Gewissen bezüglich des CO2 Foodprints hat, kann diesen auch über Zertifikate ausgleichen, eine wie ich finde gute Option, ohne den ganzen Spaß des Reisens zu verlieren. #mindfulflyer
Euer Christian
https://de.wikipedia.org/wiki/Jorge_Gonz%C3%A1lez_(Model)
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