Reise Review: die Dünen und der Atlantik in Namibia

Wer sich nach Swakopmund verirrt, in die Ex-Kolonie des Kaiserreiches, der ist schon weit gekommen in Sachen Reisen. Hier hat man das Gefühl, dass die lokalen Protagonisten noch stolz auf das deutsche Erbe der Kolonialzeit sind. Warum sich dieser Eindruck ergibt ist relativ einfach. Viele Straßen, Cafes, Ausstellungsstücke im Museum sind nach den Zeiten des Kaiserreiches bis heute so benannt und wurden nicht geändert. Da ist die Adler Apotheke, die Bismarck Straße, das Hohenzollernhaus oder die Hansa Brauerei, welche bis heute keine neuen Namen „verpasst“ bekommen haben.

Aber was macht man hier eigentlich, beziehungsweise warum ist diese Region für Reisende attraktiv? Hierbei unterscheidet sich der Tourismus von den globalen Interessen der Nationen. Der allgemeine Besucher möchte zu den mächtigen Sanddünen jenseits der Walfischbucht, wo heute große Containerschiffe die Schätze des Landes laden, besuchen. Das geht am besten wenn man eine der zahlreichen Touren bucht, per Jeep geht es hinauf und entlang die Kilometer langen Strände. Eine Fahrt die besonders viel Spaß macht und wenn man erstmal vom lokalen Sanddünen „Mount Everest“ hinunter fährt, löst dies ein ungemein gutes Freiheitsgefühl in dieser so wenig bis gar nicht besiedelten Gegend aus.

Apropos Atlantik! Baden ist hier nur etwas für sehr hartgesottene und vielleicht findet sich auch deshalb niemand im Wasser, außer den Fischen. Das es diese hier gibt steht außer Frage, der eine oder andere Angler ist durchaus erfolgreich den lokalen Kabeljau mit der bloßen Angel vom Strand aus (!), an den Haken zu bekommen.

Aber was zeichnet die Region noch aus? Es wird aus dem Meer Salz „gefischt“. Tonnen von Salz finden hier den Weg, nach mehrfachen waschen, in Richtung Europa und die ganze Welt. Bei uns landet das Gut dann im Winter auf den Straßen um den Verkehr aufrecht zu erhalten.

Die Minen Politik für seltene Erden ist in Namibia definitiv auch ein Thema. China ist hier extrem engagniert und unterstützt mit Infrastruktur, Abbau und Verschiffung. Neben Zink wird auch Uran abgebaut, was in seiner Gewinnung durchaus Radiaktivität hinterlässt und somit die Gesundheit der Arbeiter schädigt.

Fazit:

Die Fahrt in das entlegene Swakopmund durch die Wüsten-Szenerie ist für sich schon etwas besonders. Die Historie der Kolonialzeit, gepaart mit den mächtigen Sanddünen die es zu erkunden gilt, der lokalen laid-back Mentalität, guten Surfspots und der durchaus akzeptablen Gastronomie, machen die Reise hierher wertvoll. Man bewegt sich in Zeiten der Vergangenheit und Gegenwart, sowie den gloablen strategischen Themen (seltenen Erden), obwohl alles eher nach dem Ende der Welt im entspannten Swakopmund klingt!

Euer Christian

Verpasse keine Neuigkeit
Melde dich jetzt zum CuisineMaster-Newsletter an!

Review: Fromm Malbec 2016

Malbec ist eine Rebsorte die in hiesigen Breitengraden nicht sonderlich oft vorkommt. Sie ist durchaus auch in Frankreich mit einigem an Tradition verbunden, wird aber öfter in Weinen aus Südamerika und der neuen Welt angebaut. Das Weingut Fromm, ein Schweizer der sich vor vielen Jahren in Marlborgouh Neuseeland niedergelassen hat, baut seine Trauben auf biologischer Basis an. Das auch in […]

Review: Lufthansa First Class Lounge

Am Frankfurter Flughafen gibt es neben dem First Class Terminal auch die First Class Lounge am Flugsteig A bei Gate 13. Als abfliegender oder ankommender Gast mit einem First Class Ticket oder dem HON Status hat man hier Zugang. Diese Location sind beide qualitativ auf einem sehr guten Niveau und vermitteln noch einmal erheblich mehr Ruhe als zum Beispiel die […]

Review: First Class Lounge von Swiss

Wer hier unterwegs ist der kennt die Annehmlichkeiten dieser Einrichtung. Was mich persönlich, bei all der Qualität, begeistert ist die Aussicht auf das Vorfeld – #priceless Aus Singapore ankommend hat man im Terminal E eine sehr gute Option, sich nach 12 Stunden an Bord frisch zu machen. Die Ankunft erfolgt am Morgen und so kommt der Besuch im Spa Area […]

Review: Mit Swiss (LX) nach Stockholm

Wer zur kalten Jahreszeit von Düsseldorf nach Stockholm möchte, der muss an manchen Wochentagen leider 1 x umsteigen. Die Wahl fällt auf das beständige Produkt der Swiss, via Zuerich. Platz 1 F und 1 A werden vorab gewählt, weil hier die Beinfreiheit die höchste ist. Die Ticketausstellung erfolgte 3 Monate im Vorfeld, eine Zeit zu der noch gute Preise verfügbar […]

Hotel Review: der Lindenhof 1887 in Lunden

Wer in die Ferienregion Schleswig-Holstein fährt, wird es nicht immer einfach haben ein modernes, zeitgemäßes und günstiges Hotel zu finden. Die Region Husum, plus minus 50 Kilometer, zeichnet sich durch viel Provinz und Tradition aus, welche auch manchmal bedingt modernisiert daher kommt. Der Lindenhof 1887 in Lunden, ein Hotel & Restaurant, hat definitiv diesen turnaround geschafft und bietet bezahlbare Zimmer […]

Review: Von Singapore nach Zürich in First Class

Es kommt nicht jede Woche vor das man als Passagier ganz vorne im Flugzeug Platz nehmen darf. 1 A in einem Langstreckenflieger, der Boeing 777-300er, hat immer noch und trotz mehrmaliger Erfahrung, weiterhin etwas Besonderes. Im Rücken und dies gilt es nicht zu vergessen, sitzen noch weitere 316 Gäste, aufgeteilt in 4 weitere First Class Suiten, 62 Business Class-, 24 […]

Kategorien