Flight Review: von Okinawa nach Tokio – in der Domestic First Class von JAL

Einmal vorab:

JAL steht für Japan Airlines. Sie fliegt auch auf relativ kurzen Strecken von 2.5 Stunden mit einem Großraumflugzeug, dem Airbus 350-900. Dieser ist je nach Konfiguration mit 360 bis 390 Sitzen im 3 Klassen Format bestuhlt. Domestic First gibt es noch in den USA, empfinde ich aber als wenig vergleichbar, da der japanische Service in Qualität und Leistung sich doch erheblich unterscheidet.

Los geht es…

…mit dem Boarding. Nach dem etwas durchwachsenen Lounge-Produkt steht am Gate der neue Airbus schon bereit. Status, First und Business Class Passagiere genießen Priorität beim boarden, es wird duch die 2 vorderen Türen das Flugzeug bestiegen. Dabei geht ein wenig die Exklusivität verloren, da auch viele Gäste durch die vorderen Buchungsklassen, sprich Business und First laufen, auf dem Weg zu ihrem Sitz in die Economy Class.

Der Sitz…

…ist ein sehr guter, Leder bezogener Premium Economy Class Sitz, mit mehr Beinfreiheit, mehr Privatspähre und eigenen Armlehnen – 2K. Das Gepäckfach bietet enorm viel Platz, ein weiterer Vorteil wenn man in einem Großraumflugzeug unterwegs ist, versus Schmalrumpf Fliegern. Über den eingebauten Bildschirm, der 40 cm misst, lässt sich wieder hervorragend auf die Außenbord Perspektive mit den installierten Kameras schauen. Alles funktioniert mit touch-pad oder Fernbedienung, WLan ist selbstverständlich auch inklusive. Der Sitz bietet neben einer guten Privatsphäre auch die Möglichkeit sich etwas zurück zu lehnen und in Ruhe aus dem Fenster oder das Entertainment Programm zu schauen. Die Bestuhlung ist in einem 2-2-2 Layout und an diesem Abend bleibt der Nachbarsitz sogar frei.

Food & Beverage…

…wird auf einer kleinen faltbaren Menükarte kommuniziert. Der Kobachi Salat mit Gurke ist optisch nicht unbedingt attraktiv, dafür geschmacklich durch seine Essignoten umso mehr. Die 2.kalte Vorspeise, ein Thunfisch Algen Salat schließt sich der Optik an, weiss aber auf dem Gaumen zu überzeugen. Dazu wird ein Sekt aus Itallien serviert, vom Weingut Ferrari, trocken ausgebaut und passend zu den Vorspeisen.

Im Hautgang gibt es ein „Hamburger Steak“, auf Deutsch und runtergebrochen eine Bulette mit einer Dashi-Tomaten Sauce. Nicht fehlen darf natürlich die Miso Suppe sowie ein Hokkaido Reis, „Fukkurinko“.

Die Getränkeauswahl erstreckt sich von alkoholischen bist zu Soft Drinks. So findet man japanische Spezialitäten wie den Sake oder den Shochu, ein Destillat aus der Süßkartoffel, welche gereift und fermentiert wurde. Beim Wein wählt der Gast aus 2 Weiß- und 2 Rotweinen aus, alle 4 Tropfen kommen aus Europa.

Als Snack wird noch eine Noodle-Cup gereicht, die mit heißen Wasser aufgegossen wird, schmackhaft ist und in den Bereich von Ramen zugeordnet werden kann.

Fazit:

Der Reise war für einen Inlandsflug wirklich komfortabel. Wenn man nur 2:30 Stunden unterwegs ist und einen solch guten Service mit einem sehr guten Sitz genießen darf, ist das schon maximal angenehm. Sicherlich hat die F&B Offer eine gute Qualität, nicht das Niveau einer Langstrecke, mit ihren großen international bekannten Weinen und detailliert ausgearbeiteten Essen, aber sie bietet allemal eine gute und verlässliche Wertigkeit.

Euer Christian

https://www.jal.co.jp/jp/en/dom/service

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