
19. Oktober 2024
Der Start:
SQ steht für Singapore Airlines, soviel mal zu Beginn. Den Start empfinden viele Menschen als wichtig für ein gutes Reise-Erlebnis bzw. die anschliessende Erinnerung! Beim Check-in dieses Codeshare Fluges wurde die Platzreservierung über den Haufen geworfen. Ja richtig, aber dazu mehr in dem Bericht zum Premium Economy Flug mit Air New Zealand.
Zum Airport in Hongkong geht es für 13 Euro mit dem Express Zug, dort angekommen verläuft der Prozess von Sicherheit und Passkontrolle wie an jedem anderen großen Airport der Welt. Der Weg in die Lounge ist nicht sonderlich gut ausgeschildert, allerdings findet man die Silverkris in der Nähe des Gates A 5.
Die Lounge:
Ist klassisch nach dem SQ Stil around the world gestaltet, große Ear-Sessel wechseln sich ab mit dem Essbereich, dem Büffet und der Bar. Apropos Food & Beverage, hier scheint es mir das der Rotstift angesetzt worden ist. Aus den Silverkris Lounges kenne ich eigentlich das Angebot etwas hochwertiger. Woran mir das auffällt? Ich bin der Meinung das französischer Schaumwein immer ein fester Bestandteil des SQ Konzeptes war, er ist durch einen Prosecco substituiert worden-leider! Die angebotenen Weine sind geschmacklich eher im von mir so gern herangezogenen 5 Euro Netto-Bereich, man muss es so leider sagen, eine Enttäuschung. Da erwartet man von SQ deutlich mehr. Die Speisen im kalt-warmen Büffet sind in Ordnung, Dim Sums wechseln sich ab mit Sandwiches und anderen Kleinigkeiten wie einer Käseauswahl. Allerdings ein echtes Highlight findet sich hier aber auch nicht. Es ist die berühmte Ware von der Stange, entweder sind die Ansprüche über die Jahre und Reisen gestiegen oder es ist mal eine durchschnittliche Tagesleistung. Die Wahl fällt auf eine Coke und den so weltweit mit der Heimat der Airline assoziierten Singapore Sling. Das Boardmenü verspricht später deutlich mehr, die Vorauswahl fiel auf Rinder-Filet in Estragon Sauce, also vom Papier her schonmal gut! Das Internet ist langsam, die Kapazität eher am unteren Ende von „fast“ und so ist es der gute alte Anspruch, der den verwöhnten Vielreisende genau hinschauen lässt. ????
Das Boarding und der Flug:
Gate24 ist innerhalb weniger Minuten erreicht, die 5 Sterne Airline hat ihren Boarding Prozess im Griff und so läuft es sich als erster in die Röhre. Sitz ist heute 12k da auf dem A 350-900 keine First angeboten wird und die Reihe 1 mit 11 beginnt. Beim einlaufen ist wie sonst üblich an der Tür niemand und so geht es halt auch ohne guidance direkt an den Sitz. Gewohnt freundlich und Service bereit startet die Experience nach diesem Fauxpas und wenn man ehrlich ist, für 3.5 Stunden braucht man eigentlich keinen dicken Sessel unter dem verwöhnten Wohlstands-Hintern. Denn dieser ist bei SQ gewohnt breit, bietet viel Ablagefläche, schlafen ist noch nicht angesagt ginge aber auch, somit heißt es eher aus dem Fenster schauen und den digitalen Flightpath auf dem Bildschirm genießen.
Let´s do culinary inflight-right?
Die Vorspeise gehört dann eher in die Schublade Durchschnitt. Warum? Geräucherte Tee-Entenbrust, viel zu dick geschnitten, ein erdiges Rote Bete Gel und der Ruccola-Salat so welk, daß man ihn besser einsparen sollte. Die getrüffelte Ricotta Creme hingegen schmeckt mit dem geschmorten Zimt-Pfirsich als Komponente elegant und gut balanciert.
Im Anschluss folgt der Hauptgang, der vorab ausgewählt wurde aus dem SQ Programm „Book the Cook“. Ein Rinderfilet mit Kartoffelpüree, Babykarotten und recht hart gekochten Bohnen. Dazu eine Estragon Jus, welche doch ein wenig zu klar, glibberig und bedingt mundet. Spätestens nach dieser Formulierung gehört man selbst in die Schublade Schnösel oder Profi, dass kann sich jeder selbst aussuchen. ????
Das Dessert ist eine Schokoladen basierte Tarte mit Mangocreme, darauf dressiert ein wenig frisches Obst und weiße Toastbrotwürfel (Pound Cake) einfach und lecker. Dazu gesellt sich ein 16 Jahre alter Single Malt Whisky aus dem Hause Glen Deveron, sowie ein doppelter Espresso.
Die vorher studierte Weinauswahl erinnert ein wenig an die DLH Business Class, ohne alle zu probieren, ist bis auf den guten Charles Heidsieck Champagner, die Auswahl eher dem niedrigen bis mittleren Preissegement zuzuordnen. Verwunderlich, im vergangenen November nach Bali war dieses Angebot noch zu 100% aus dem Bereich „Premium“, somit stellt sich die Frage worin die Gründe für dieses doch relativ offensichtliche downgrade liegen?
Außerhalb der „Book the Cook“ Auswahl, klingen die Hauptgänge durchaus ansprechend, wie zum Beispiel der gebratene Barramundi mit Kapern Limetten Sauce und gerösteten Gemüsen. Zudem sollte man doch eher unter der Woche Fisch essen als immer dieses rote Fleisch, richtig?
Der Flug selbst verläuft ruhig, ist kurzweilig und nach besagten 3.5 Stunden landet der Airbus auf dem Flughafen Changi von Singapore. Da die Reise ohne Check-in Gepäck angetreten wurde, ist auch der Einreiseprozess sehr schlank, die Formalitäten sind digitalisiert und im Vorfeld schon entsprechend eingeleitet worden. Auf Gepäck ist nicht zu warten und so geht es zu später Stunde mit dem Taxi direkt in das Hilton Garden Inn in Stadtteil Little India.
Fazit:
Es mag befremdlich klingen, aber das habe ich mit dieser so von mir geliebten Airline schon besser erlebt! Angefangen von der fehlenden Begrüßung an der Flugzeugtür, was mal passieren kann, zu den F&B Qualitäten oder auch der Herzlichkeit der Crew. Einige Male wurde ich vertröstet weil das Getränk meiner Wahl nicht auf dem Trolley stand, zudem schien mir das Team nur bedingt harmonisch. Woran man das merkt? In einfachen sich unterstützenden Abläufen, in der Kommunikation und der gegenseitigen Wahrnehmung. Zugegeben keine belastbaren KPI´s, aber auch das Bauchgefühl trügt nicht, oder? Die Airline ist und bleibt trotzdem eine der Top 5 in dieser Welt und man hat darauf weiter Lust, egal in welcher Reiseklasse.
Euer Christian

















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