
05. Mai 2018
Moskau – 50 plus Stunden – Business trip
Ausgangspunkt ist Hamburg, via Frankfurt nach Domodedowo mit einem LH Airbus 320. Bei Strecken an die 3 Stunden wird sogar ein „hotmeal“ serviert, die Qualität dieses Essens lässt einen eher im Sitz erstarren, so bescheiden gekocht ist es. Die sogenannten „Käsetortellini mit Cheddar“ sind von der Konsistenz der Sauce her und optisch noch ok, geschmacklich enttäuscht es – immerhin finden sich 7.1 % Cheddar im Gericht! Der dazugereichte Salat ist schon welk, das Dressing sehr schmackhaft. Die Sitznachbarn bestätigen mir „besser als Aeroflot“, dass ist mal eine benchmark-Danke!
Als Unterkunft in Moskau ist das Hilton Garden Inn zu empfehlen, wenn man nord-östlich des Zentrums zutun hat. Saubere Zimmer, ein modernes vor einigen Jahren eröffnetes Business Hotel.
2 Restaurants möchte ich an dieser Stelle empfehlen. Zugegeben das 2. ist eher ein Burger Laden, „Beef Burger Heroes“, mit köstlichen weichen, nach Brioche ausschauenden getoasteten Brötchen. Das Fleisch saftig gebraten, mit tollen Saucen kombiniert, einfach, hochwertig und lecker. „Heroes“ passt!
Am Abend vorher besuchen wir das Valenok. Ein Restaurant im modernen chic, mit einer tollen Warenpräsentation direkt im Eingangsbereich, guter internationaler Weinkarte und zu meiner Überraschung, trotz Embargo, einem perfekt gegrillten zarten Ribeye Steak, welches medium und mit einem tollen Holzkohle- Geschmack den Weg an den Tisch findet. Die Rasse ist Black Angus aus der Voronezh Region, diese liegt ca.700 Kilometer südlich von Moskau. Hier hat man sich auf das Embargo von Lebensmitteln aus dem Westen in den letzten Jahren perfekt aufgestellt.
Die mit Lamm gefüllten Teigtaschen „Cheburek“ sind knusprig frittiert und werden mit einer Knoblauch-Joghurtsauce angeboten. Die kleinen „Kil´ka“ Fischfilets sind nichts anderes als Sardinen, die auf runden Kartoffelscheiben mit Tomaten mundgerecht und akkurat angerichtet worden sind. Auch das Sashimi von der Dorade mit knusprigen Fladenbrot ist ein purer Genuss-super leckere Küche in Moskau-vielen Dank!
Nach 54 Stunden geht es mit dem Pyjama flight OS 606 um 6:25 zurück nach Wien. Der eine oder andere Sitznachbar dünstet wohl noch aus, es riecht nach einer durchzechten Nacht, sprich Alkohol, vermutlich Wodka?!
Moskau kam mir diesmal unfassbar aufgeräumt, sauber und „ready“ für die WM vor, tolle imposante Stadt und mit 54 Stunden kann man wenig mitreden wenn es um die Kulturgüter und Schätze des Landes geht.
Fazit: Das war nicht die letzte Reise in den Osten, vielleicht einfach mal im Urlaub die Stadt und das Land erkunden. Keep on travelling!



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