Review: Mit Swiss nach Singapore

Mal wieder geht es nach Südost-Asien in die wunderschöne „Bubble“ Singapore. Swiss ist die bevorzugte Fluglinie im Lufthansa Konzern, in Business Class lässt sich ein 12 Stunden Flug doch recht gut aushalten.

Vom schönen Rheinland geht es nach Zürich, einem der Flughäfen in Europa der zur absoluten Spitze gehört. Klare Beschilderung, wenig Baustellen, solide Lounges, gute Gastronomie und kurze Wege zwischen den Gates, in Summe ein gutes Gesamtpaket.

Abflug in Nordrhein-Westfalen ist Düsseldorf, von den A-Gates startet der Jet. Die gute Lufthansa Lounge ist nach dem effizienten Checkin die erste Anlaufstelle.

Ein kurzes Refreshment und schon ist das Boarding angesagt. Flugnummer LX 1025 ist eine Embraer 190 von Helvetic Airways und bedient den Zubringer nach Zürich. Sitzplätze sind 1A und 2 F, also die vorderen Reihen aus denen man nach Ankunft auch entsprechend schnell aus dem Flieger raus ist. Auf diesem gut 1 stündigen Flug wird im Abgleich mit anderen europäischen Gesellschaften ein übersichtliches Catering gereicht, was mittlerweile mit der Vorbestell-Option wirklich an Qualität gewonnen hat. Die Auswahl fällt in der Option somit auf die Lachs Poke Bowl, Sobanudeln, caramellisierter Aubergine, Gurken-Ananas-Salat, eingelegtem Rettich nach koreanischer Art, sowie einer würzigen Mayonnaise.

Option 2 ist der grüne Spargeln mit Büffelmozzarella, Erdbeeren, Rucola und Sauerteigcroûtons. Beides sind doch sehr ansprechende Gänge für einen ein Stunden Flug. Weitere Möglichkeiten sind ein Thunfisch-Tataki mit Wasabi-Mayonnaise, den sautierten Erbsen oder Farinata-Pfannkuchen aus Kichererbsenmehl mit Caponatasalat, Tomatentatar und Burratina. In Summe eine wirklich attraktive Auswahl auf dem Papier, vorbehaltlich der jeweiligen Umsetzung.

Auch auf der Langstrecke, LX 176, klingen die Gericht hoch attraktiv, so findet man unter anderem folgende Hauptgang Varianten. Da fällt es in Teilen sogar schwer die richtige Entscheidung zu treffen:

  • Geschnetzeltes Kalbfleisch Zürcher Art | Rösti und Broccoli
  • Rindsfilet mit Za’atar und Datteljus | Kartoffelpüree mit Harissa | Karotten und RomanescoWeitere
  • Saghetti mit Hummersauce | Meeresfrüchte | CherrytomatenWeitere
  • Trüffelravioli mit Weisswein-Trüffel-Sauce | Spinat und SbrinzWeitere
  • Kalbs-Brasato mit Jus, Malfatti mit Spinat und Ricotta, weisse Spargeln
  • Butterpoulet mit gerösteten Cashewnüssen, Basmatireis mit Furikake und asiatisches Gemüse (von Gastkoch Rolf Fuchs)Weitere InformationenAuswählenAuswählen
  • Barbecue-Glasur, Petersilienrahmsauce, Kartoffelstock mit Safran, Karotte, rote Peperoni und MeeresspargelWeitere InformationenAuswählenAuswählen
  • Gnocchi mit Caponata, Frischkäsesauce, grünes Pesto und getrocknete Oliven

Wie auch schon im Januar ist die richtige Wahl das Kalbsgeschnetzelte, butterzart und in der cremigen Sauce maximal lecker. Vielleicht vom Schnittmuster ein wenig „handwerklicher“ zu präzisieren, aber für ein Flugzeugessen schon im oberen Excellence Level 🙂

Der Boarding Prozess ist in Düsseldorf als auch in Zuerich auf Excellence Level. Das heißt das hier nach Gruppen und Prioritäten der Einstieg startet. Sitzplätze sind 8 K und 10 K, also 2 Einzelsitze, die bei der Swiss „Throne Seats“ heißen. Zugegeben eine alte Bestuhlung die schon gute 8 Jahre so schon um die Welt fliegt, aber trotzdem mit einem freien Zugang zum Gang aufwartet. Das ist bei einem so langen Nachtflug wo man auch mal auf Toilette muss, ein Vorteil, weil man nicht über den Sitznachbarn klettern muss (2-2). Allerdings sind die Sitze im großen Business Class Compartment mit 52 Gästen angesiedelt, ein Touch Großraumbüro Feeling kommt durchaus auf. Der Nachtflug in die Stadt-Staat ist komplett ausgebucht, trotz Iran Krieg und möglichen Jet Fuel Verfügbarkeiten lieben es die Menschen zu Reisen.

Das erste Glas Champanger am Sitz lässt nicht lange auf sich warten, die bereitgestellte Nusstüte lädt zum Knabbern ein und ist ein Auftakt zu einer wirklichen guten Crew Leistung. Swiss schafft es in Summe immer abzuliefern, da ist einfach diese Schweizer Gastfreundlichkeit, die ein hohes Maß an Professionalität mit sich bringt.

Der Sitz bietet einiges an Aufbewahrungsmöglichkeiten, das Fußcompartment ist breit angelegt, ein Sitzüberzug, eine Decke und ein gutes Kissen stehen für die Nacht zur Verfügung. Ein kleiner Kulturbeutel mit Zahnbürste und Socken rundet den Inhalt ab. Swiss gibt dazu gerne auf Anfrage eine Augenmaske aus und auf den Toiletten gibt es eine Hand- als auch eine Bodylotion.

Bevor es in die Horizontale geht, startet das Inflight Catering. Der Trolley fährt zügig durch den Gang, ein weiteres Glas vom guten Jacquart Mosaique wird offeriert neben einem schweizer Riesling, einem toskanischen Weisswein und dem wirklich trocken und lecker schmeckenden „Ultimate Provence 2025“. Auch die Rotwein Auswahl liest sich gut, ein Spätburgunder aus Neuchátel, ein schwerer Bordeaux aus dem Medoc, als auch ein Chianti Classico 2022 vom Winzer Brancaia kann sich sehen lassen.

Auch die Aperitif Offerte ist durchaus vielfältig. Der Signature Cocktail „Swiss Alpine Essence“ kombiniert Vermouth, Holunder, Zitrus und Cacao zu einem floralen Geschmackserlebnis. Desweiteren steht Campari, Gin, Swiss Vodka und ein weißer Rum im Menü. 3 weitere Biersorten, Softdrinks, Säfte und stilles als auch sprudeliges Wasser aus der Schweiz sind ein Angebot das eine gewisse Breite mit sich bringt.

Wer seinen Hauptgang nicht vorgewählt hat und erst während des Fluges sich entscheidet, der wählt zwischen Kalbs-Brasato, Butterpoulet oder einer vegetarischen Gnocchipfanne. Vorspeisen sind ein Zitronengras-Ingwer-Crevetten , Artischocken mit Zitronen-Frischkäse oder einfach ein paar Salatblätter mit Balsamico Dressing. Bevor der Hauptgang den Fluggast erreicht wird eine kalte Tomatensuppe gereicht. Als Dessert rundet eine kleine Käseauswahl oder das Basilikum-Törtchen mit Yuzu-Joghurt-Ganache die Mahlzeit ab.

Nach 10 Flugstunden ist nochmal Catering-Time. Das Frühstück wurde schon vor Abflug individuell zusammengestellt. Hier hat man ein großzügiges Angebot von Bircher Müsli, Joghurt, diversen Brotsorten, bis hin zur kalten Aufschnitt und Käse aus der Schweiz.

Fazit:

Eine top Leistung overall! Die Crew stets präsent, effektiv, schnell und freundlich. Zudem ein äusserst ruhiger Flug mit 6 Stunden Schlaf-sind ein Geschenk! Resepektive der zum Start erwarteten Bedenken bezüglich des Geräuschpegels, im mit 52 Sitzen großen Compartment, ist es schon ein perfekter Flug. Swiss bleibt im Lufthansa Konzern eine Bank!

Euer Christian

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