Das neue Terminal 3 am Frankfurter Flughafen – Anreise, Gastronomie & meine Eindrücke

Frankfurt International Airport bietet Verbindungen in alle Welt und ist nach Paris und London der drittgrößte Flughafen Europas. Während das Terminal 2 inzwischen etwas in die Jahre gekommen ist (& auch T1) und eine Renovierung benötigt, setzt das neue Terminal 3 auf moderne Ausstattung, Komfort und zeitgemäße Infrastruktur.

Ich habe mir das einmal genauer für euch angeschaut und bin auch im Sicherheitsbereich, also an den Gates unterwegs gewesen. Viel Spaß beim Bericht und bei den Bildern!

Anreise und Fakten:

Es gibt mehrere Möglichkeiten, zum Abflugbereich im neuen T 3 zu gelangen.

Wer mit dem Auto anreist oder sich von Freunden bringen lässt bzw. ein Taxi nimmt, kann direkt davor aussteigen. Für Besucher und Reisende stehen außerdem rund 8.500 neu geschaffene Parkplätze zur Verfügung. Wer dort parken möchte, nutzt die Einfahrt zum Parkhaus P11.

Auch das Netzwerk der Fernbusse hat sich am Flughafen mittlerweile etabliert. Sie kommen weiterhin am Terminal 1 an. Von dort geht es bequem mit der Skyline weiter in Richtung Terminal 3. Diese Bahn kommt übrigens ohne den klassischen Fahrgastführer aus, ruckelt ein wenig, ist relativ gut klimatisiert und es ergeben sich, zum östlichen Ende hin zwischen A 3 und dem Rollfeld, schöne Ausblick auf die Flieger aus der ganzen Welt. Die Bahn verbindet die Terminals miteinander und ist täglich von 4:00 Uhr morgens bis 23:00 Uhr abends unterwegs.

Wer mit der Deutschen Bahn anreist, kann sowohl den Regional- als auch den Fernbahnhof nutzen. Von dort führt der Weg ebenfalls zur Skyline-Station und dann ins T3. Somit ist T3 trotz seiner Lage am südlichen Rand des Flughafens aus allen Richtungen gut erreichbar.

Lufthansa übrigens wird hier nicht seine Gäste „abfertigen“, dafür aber eine Emirates, eine Cathay Pacific oder auch die Condor. Ich selbst komme hier im Januar aus Hongkong kommend an, mal sehen wie effizient dann die Prozesse sich eingespielt haben?

Ins Bild passende Dimensionen:

Schon die Eckdaten sind beeindruckend: Auf einer Grundfläche von rund 176.000 Quadratmetern verteilen sich über mehrere Ebenen insgesamt 403.000 Quadratmeter Nutzfläche. Für den Bau wurden rund 112.000 Tonnen Stahl verbaut – das entspricht ungefähr dem 15-Fachen der Stahlmenge des Eiffelturms.

Der Bau begann bereits 2015 im Süden des Frankfurter Flughafens, direkt an der Autobahn A3. Am 23. April 2026 wurde schließlich der erste und zugleich größte Bauabschnitt in Betrieb genommen.

Die tatsächliche Eröffnung war für alle Beteiligten eine echte Herkulesaufgabe. Schließlich mussten zahlreiche operative Abläufe von Beginn an reibungslos funktionieren. Dazu gehörten unter anderem die Gepäckabfertigung, die Sicherheitskontrollen sowie die gastronomischen Angebote im neuen Terminal.

Dass ein Projekt dieser Größenordnung am ersten Betriebstag funktionieren muss, macht den Start von Terminal 3 zu einer besonderen logistischen und organisatorischen Herausforderung.

Gastronomie und Shopping:

Die Gastronomie ist äußerst vielfältig und international aufgestellt. Bereits auf der Landside, also im allgemein zugänglichen Bereich vor der Sicherheitskontrolle, finden Reisende eine abwechslungsreiche Auswahl.

Mit Burger King ist beispielsweise ein bekannter Klassiker vertreten. Wer nach Alternativen sucht, wird beim Bread & Bite fündig. Das Konzept bietet verschiedene Sandwiches, Snacks sowie Kaffee und weitere Getränke. Die ansprechend präsentierten Speisen in den Glas-Vitrinen machen dabei schon optisch Lust auf eine kleine Stärkung.

Ergänzt wird das Angebot durch zwei weitere Kaffeekonzepte – Espresso und Bew’d. Auch ein REWE sowie das Retail-Konzept Relay von Lagardère gehören zum Angebot. Damit ist die Landside bestens aufgestellt, insbesondere für alle, die auf ihre ankommenden Gäste warten oder sich vor dem Abflug noch schnell mit Proviant, Kaffee oder Reiseartikeln versorgen möchten.

Airside: Vielfalt hinter der Sicherheitskontrolle

Auch auf der Airside, also im Sicherheitsbereich, den man nur mit einem gültigen Flugticket erreicht, geht es abwechslungsreich und international weiter.

Die Auswahl reicht von schnellen Snacks und bekannten Gastronomiekonzepten bis hin zu Restaurants und Cafés, die deutlich mehr Zeit zum Verweilen bieten.

Um nur einige der zahlreichen Angebote zu nennen, hier ein Überblick:

  1. Burger King
  2. Amore
  3. Asian Street Cooking
  4. Brot by Axel Schmitt
  5. EL & N, das trendige instagramable Konzept aus UK
  6. Haferkater, viel Porridge vor dem take-off
  7. Hausmanns
  8. Main Bissen, regionale Speisen aus Mainhattan
  9. Sophia Loren
  10. Zigolini, italienische Küche für zwischendurch
  11. Diverse Retail Outlets, wie Relay

Aber auch Airport Lounges werden hier betrieben. Das ist bei Emirates zum Beispiel absolut auf Top-Level, Prestige sag ich nur. Dabei genießt man einen Ausblick auf das Vorfeld, die startenden und landenden Flugzeuge, ein Traum für Aviations Fans.

Aber auch die neue Priority Lounge lässt sich sehen, wo man gediegen einen Rückzugsort mit guten Getränken und Speisen vorfindet.

Fazit:

Architektur und Ausblick:

Architektonisch ist hier wirklich etwas Beeindruckendes gelungen. Gerade nach den jahrelangen Problemen rund um den Berliner Flughafen ist T3 ein starkes Ausrufezeichen: Deutschland kann noch Großprojekte – und zwar durchaus auf internationalem Niveau. In Zeiten von maroder Infrastruktur ist dies ein um so wichtigere Zeichen für die internationalen Märkte.

Aktuell sind zwei der insgesamt 3 vorgesehenen „Finger“ in Betrieb. Der dritte Bereich soll in den kommenden Jahren je nach Entwicklung der Passagierzahlen hinzukommen.

Damit setzt das Terminal bewusst auf Flexibilität. Nicht alles muss von Anfang an maximal ausgebaut sein. Stattdessen kann die Infrastruktur Schritt für Schritt an den tatsächlichen Bedarf angepasst werden. #Nachhaltigkeit

Bis dahin heißt es: die neue, hochwertig gestaltete Umgebung genießen und die modernen Einrichtungen optimal nutzen. Und davon gibt es in Terminal 3 einiges zu entdecken.

Euer Christian

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