
17. Februar 2023
Man könnte die Al Safwa First Class Lounge in Doha als pompös bezeichnen, ich glaube das ist hier wirklich auch zutreffend. Bis zu 20 Meter hohe aus Granit und Marmor gefertigte steilaufragende Wände, an denen teilweise beruhigend das Wasser herunterläuft und dies kommt einem Palast wohl näher als einer Lounge! Wer hat hier denn eigentlich Zutritt? Zu aller erst einmal natürlich Qatar Airways First Class Passagiere und Platinum Mitglieder des eigenen Privilege-Clubs. Aus dem Verbund der Oneworld-Alliance dürfen die Reisenden mit Emerald-Status, dem höchsten, allerdings nicht eintreten. Diejenigen die ein Qatar Business Class Ticket haben und unbedingt einmal den Tempel gesehen haben möchten, können gegen einen happigen Aufpreis von 160 Euro den Zugang erkaufen. Wer dann einmal drin ist hat ausreichend bequeme Sitzmöglichkeiten, einen Spa-Bereich, eine Bar und ein a la carte Restaurant mit erlesenen Weinen zur Auswahl. Hinzu kommen noch viele andere ruhige Rückzugsbereiche, wie zum Beispiel die Räumlichkeit zum Predigen. Im im August 2019, auf dem Weg nach Südafrika, fand mein erster Besuch hier statt, seit dem ist man sich und dem hohen Niveau treu geblieben. Die Ankunftszeit aus Sydney ist gegen 4:40 Ortszeit entsprechend ist hier noch recht wenig Betrieb. Trotz Müdigkeit und jetlag realisiert man direkt in welch fantastischen Umfeld man sich bewegt. Doha International gehört so oder so zu den besten Flughäfen der Welt, was neben der Airline durchaus auch Fluggäste animiert hier umzusteigen. Ohne zu übertreiben ist die Al Safwa Lounge vielleicht der luxuriöseste Aufenthaltsbereich an einem globalen Flughafen. Von einer „Oase voller Luxus“ spricht Qatar Airways auf der Homepage, dem ist eigentlich nicht viel hinzuzufügen. Die Personaldichte ist perfekt ohne aufdringlich zu sein. Da wo andern Orts vielleicht 1-2 Bedienungen bereitstehen, ist es hier so als ob jeder Gast eine Begleitung hat, der Vergleich zu einem Butler-Service liegt durchaus nahe. Zentraler Mittelpunkt der Lounge ist der Springbrunnen, daneben fallen immer wieder lokale Kunstgegenstände in Vitrinen ins Auge. Die kulinarische Reise beginnt mit dem Blick in die offene Küche, dort sind 6-7 Köche aktiv an der Speisenherstellung beteiligt. Auch hier ein Abgleich zum Heimatmarkt, wo im First Class Terminal nur ein Koch, in einer fast in sich zerfallenden Küche, den Löffel schwingt. Schließlich ist bei einer klaren Küchen- und Menüstrategie, sowie der Hierarchie, jede Hand Gold wert. Somit kommt das traditionelle Sprichwort nicht zum Tragen, dass viele Köche den Brei verderben. Bei einer Restaurant Größe von bis zu 250 Sitzplätzen ist natürlich eine gewisse Brigaden- Anzahl von Nöten, um zu Stoßzeiten und auch manchmal unter Zeitdruck, die Speisen „in time“ an die Tische zu bringen. Mein individuell zusammengestelltes Frühstück, ein paar Scheiben Toast, Käse, Zwiebelringe und frische knackige Salatblätter, lässt entsprechend nicht lange auf sich warten. Um die Tageszeit überlasse ich die Speisekarten Inhalte, wie die lokal inspirierte Mid-East-Indian-Asian Küche mit ihren kräftigen Gewürznoten, lieber anderen Gästen. Auch das Filet-Steak oder die verschiedenen Pasta-Gerichte passen gerade nicht in die Tageszeit und meine Diät.
Der weiterer Hammer ist der Spa-Bereich. Hier kann man neben einer ordinären Dusche, auch eine Runde im Jacuzzi chillen. Strickt getrennt sind die Bereiche in Damen und Herren, dabei erwische ich mich mit der Frage was wohl mit den „Diversen“ dieser Welt so passiert. Wer es vorab organisiert hat, kann auch eine Massage in Anspruch nehmen, was man durchaus aus der Business-Class Royal Orchard Lounge aus Bangkok kennt. Dort gibt es sogar 30 Minuten „for free“, für den gestressten Business Traveller, was durchaus eine willkommene Abwechslung darstellt. Des weiteren und insbesondere für die Geschäftsleute unter uns, ist das vollausgestattete Business Center ein Arbeitsort in dieser Oase oder entsprechend dem Trend fernab der Heimat das neue Homeoffice. Wer mit Kindern den Weg in die Lounge findet, für den mag vielleicht noch interessant sein, dass es hier einen kleinen Kinosaal oder den abgeschirmten Familien-Bereich gibt. Selbst für diejenigen die predigen wollen besteht ein Rückzugsort, für vollkommene Abgeschiedenheit. Die meisten Gäste werden nicht so viel Zeit und Müdigkeit mitbringen, um sich im Ruheraum hinzulegen, denn auch diese Einzel- und Doppelzimmer sind Teil des Angebots. Und was rundet eine Lounge ab? Ja natürlich für die Shopper unter uns gibt es einen eigenen Duty-Free Bereich zum Zollfreien einkaufen.
Für Abreisende werden in dieser Lounge übrigens keine Ausrufe für die Flüge getätigt. Somit ist jeder Passagier selbst verantwortlich diesen im Auge zu behalten. Das kann durchaus schwer werden, wenn man hier eine gute Zeit verlebt. Der extra eingerichtete Boarding-Bereich für First Class Passagiere macht dann allerdings den Weg zum Flieger wieder relativ kurz, am Lounge eigenen Gate.
Fazit: Die Privilegien dieser unfassbar imposanten Lounge sind ein Genuss, vor allem das es sich so wunderbar zerläuft, selbst wenn einmal viel Betrieb ist. Jederzeit ist eine Ansprechperson nicht weit, um bereitwillig Auskunft zu geben oder ein Getränk zu bringen. Das ist im übrigen ganz unabhängig davon, ob man außerhalb vom Restaurant- beziehungsweise Barbereich sich aufhält. So kennt man das aus dem Frankfurter First Class Terminal leider nicht, dort ist man eher auf der Suche nach dem Servicepersonal, was allerdings daher rührt, dass man es über die Jahre massiv reduziert hat und das Konzept etwas anders gelagert ist.
Euer Christian
16. Februar 2026
Im Burnt Ends, welches mit einem Michelin Stern ausgezeichnet ist, dreht sich alles um Woodfire, also das gute alte Lagerfeuer, wobei die Küche und deren Gerichte alle Einflüsse rund um den Globus einfließen lässt. Das Lokal liegt seit 2021 etwas außerhalb von downtown, hat sich in der Fläche verdoppelt so erklärt es der auskunftsreiche Kellner und befindet sich nun in […]
14. Februar 2026
Mal wieder landet ein französischer Wein im Glas und das auch ein Stück zurecht. Wer den Blog ein wenig verfolgt der kennt die Vorliebe für typische Bordeaux Cuveé´s. Gut ist das Château Grand-Mayne, in der 1 Le Grand Mayne, im Saint-Émilion, einer Ecke die definitiv auch noch auf der Bucket List steht. Der Mischsatz besteht aus 74 % Merlot was […]
11. Februar 2026
Die Langstrecke in das geliebte Singapore übernimmt „wie immer“ eine Boeing 777-300er, der Sitzplatz ist direkt hinter der First Class, ein sogenannter Throne-Seat (Einzelplatz) – 4 A. Auch wenn die Bestuhlung in die Jahre gekommen ist, ist sie immer noch besser als auf vielen Fliegern die eine 2-2-2 Anordnung haben. Allerdings gilt es zum Beispiel bei der Reihe dahinter (2-2-1), […]
08. Februar 2026
Wer nach Hamburg kommt hat eine breite Auswahl an Herbergen, von gehoben bis zum Backpacker. An diesem Wochenende fällt die Wahl auf das Conrad Hotel, eine Marke der Hilton Gruppe. Die Lage und die Erreichbarkeit: Ist schonmal sehr gut. In 5 Minuten geht es zu Fuss zum Bahnhof, mit dem Auto fährt man direkt vor in die Bugenhagenstraße. Der freundliche […]
01. Februar 2026
Auf dem Weg nach Asien… …bleibt noch ein wenig Zeit vor dem Boarding um in die gute Senator Lounge in Zuerich zu gehen. Vor einem langen Flug bietet sich eine Dusche an oder eine anderweitige Erfrischung. Die Einrichtung verfügt über 1100 qm, sehr beliebt ist der dortige Whisky Club 28/10 mit 200 verschieden Sorten. Im Anschluss des Barbesuches bietet sich […]
24. Januar 2026
Startpunkt ist der Bahnhof in Düsseldorf (QDU). Der ICE der Deutschen Bahn fährt entlang der noch relativ effizienten Westerwald Strecke in 1:12 Stunde nach Frankfurt Flughafen. Den Anschluss nach Zuerich stellt dann LX 1077 her, ein Airbus 321 Neo, die Flugzeit wird mit einer Stunde und 5 Minuten angegeben. In Frankfurt ist der Checkin besonders angenehm, als Senator vollzieht man […]