
01. Oktober 2026
Von Düsseldorf geht es via München nach Toronto – in die Stadt der Fußball-WM 2026. Diese ist zum Glück inzwischen vorbei, allerdings fliegt der Kranich weiterhin zuverlässig nach Kanada. Gebucht ist die Business Class, und ein Airbus A350 mit überarbeiteter Bestuhlung übernimmt den Ritt über den Atlantik.
Die Reise startet in Düsseldorf, wo der Check-in vom Fremdpersonal sachlich und fachlich einwandfrei übernommen wird. Auch die Sicherheitskontrolle verläuft ohne besondere Vorkommnisse. Die verbleibende Zeit verbringe ich in der soliden Business Class Lounge des Kranichs.
Die Sitzplatzwahl fällt auf 1A und 1C – also die erste Reihe. Bei einer recht sportlichen Umsteigezeit in München kann das durchaus ein Vorteil sein.
Als kleine Mahlzeit werden Buttermilchmousse, Gurkenrelish und Pumpernickel gereicht. Die angekündigte Avocadocreme erinnert geschmacklich allerdings eher an Meerrettich, was durchaus passend ist. Insgesamt stimmt die Menükarte hier nicht ganz mit dem überein, was tatsächlich auf dem Teller landet: Zusätzlich finden sich noch Radieschen darauf.
Der Nachtisch besteht aus einer Schokoladen-Knusper-Schnitte mit Himbeere.
Das Getränkesortiment verdient, so ehrlich muss man sein, eigentlich nur eine Randnotiz. Die Qualität bewegt sich seit Jahren eher im Mittelmaß.
Die Pünktlichkeit ist dafür hervorragend. Der Umstieg in München auf den Anschlussflug LH494 stellt trotz der knappen Zeit kein Problem dar – auch wenn dadurch der Besuch der Business Lounge ausfällt. Vermissen dürfte man dort vermutlich ohnehin nicht allzu viel. Das klingt etwas hart, entspricht aber durchaus meinem Eindruck.






Der Flug nach Toronto beginnt beim Boarding zunächst pünktlich, was sich bei der tatsächlichen Abflugzeit allerdings nicht ganz fortsetzt.
Zum Glück erwartet mich an Bord nicht mehr das altbekannte Business-Class-Produkt. Eine Allegris-Kabine ist es zwar ebenfalls nicht, aber der Thompson XL Seat stellt durchaus eine Weiterentwicklung dar. Lufthansa setzt diesen Sitz in vier A350 ein.
Warum? Nun ja, es ergab sich die Möglichkeit, diese Flugzeuge von Philippine Airlines zu übernehmen. Sie wurden noch etwas an das Lufthansa-Branding angepasst und fliegen nun für den Kranich.
Mein Sitz 3A ist ein Einzelsitz am Fenster – weg vom Gang und damit grundsätzlich eine angenehme Wahl. Allerdings merkt man dem Produkt sein Alter inzwischen durchaus an. Die Armlehne ist nach außen weggebrochen. Der Purser ist so freundlich, die Lufthansa Technik noch einmal an Bord zu rufen. Allerdings können auch die Herren der Technik das gewohnte Produkt nicht wieder vollständig herstellen.






Überraschend ist, dass erst auf Nachfrage eine kleine Wasserflasche an den Sitz gebracht wird. Das sollte in der Business Class eigentlich Standard sein.
Der Sitz selbst ist, wie bereits erwähnt, definitiv besser als das alte Modell. Es gibt zahlreiche Ablagemöglichkeiten, verschiedene Lichtoptionen, einen größeren und besseren Bildschirm sowie ein breiteres Fußfach, wenn sich der Sitz in Liegeposition befindet.
Vor dem Abflug wird ein feuchtes Tuch gereicht. Die Stewardess geht anschließend mit einer kleinen Auswahl an Getränken zu jedem Passagier, dazu gibt es ein paar Nüsse – ganz klassisch in der guten alten gelben Tüte.
Eine besondere und durchaus positive Erwähnung verdient der Kulturbeutel im feschen Oktoberfest-Design. Er enthält alles, was man auf einem Langstreckenflug so gebrauchen kann.
Ein Kissen, Slipper und eine Decke runden das Komfortangebot am Sitz ab.















Zum guten Champagner von Duval-Leroy wird zunächst der Küchengruß gereicht: ein Rote-Bete-Tatar mit Kürbiskernen.
Leider ist das Amuse noch angefroren und damit schlicht zu kalt. Auch geschmacklich ist das Ganze nicht wirklich raffiniert abgeschmeckt.
Ein Blick in die Speisekarte offenbart anschließend so einiges an Salat – und natürlich auch den guten alten Senf. Bitte nicht falsch verstehen: Einige Produkte sollte man vielleicht nicht allzu häufig in verschiedenen Gängen erwähnen, denn irgendwann entsteht doch der Eindruck von Wiederholung und damit ein wenig Langeweile.
Die Riesengarnelen als Hauptgang sind in Kombination mit den Perlgraupen, Lauch und der Paprika eine gelungene Komposition. Knackig, bissfest und definitiv sehr heiß von der charmanten Crew serviert.
Das Brot vom Weltbäcker ist leider nicht im Ansatz „kross“, eher flummy-artig und wenn man die deutsche Brotkultur kennt, eine Enttäuschung.
Was die Vorspeisen an Zutaten anbieten, findet sich teilweise im Hauptgang wieder. Auch dort begegnen uns erneut Salat, Senf und Kartoffeln. Wenn man dies tut sollte es vom wording m.E.“ausgespart werden, also es wird nicht nochmals erwähnt.
Mein Urteil möchte ich dabei gar nicht zu hart formulieren. Aber das Menümanagement hat hier meines Erachtens noch nicht das gesamte Potential entfaltet. Ein wenig erinnert das Ganze an das gute alte Nachsitzen nach einer schlechten Klassenarbeit.









Bei den Weinen ist man in den vergangenen Jahren durchaus etwas erwachsener geworden. Gerade bei den Weißweinen finden sich Tropfen, die man durchaus kennt und die von Alison Flemming, einer gebürtigen Britin, vermarktet werden. Eines vorab, das Marketing der Lufthansa wirbt mit „Wie im Himmel: einzigartiger Weingenuss“, so viel vorab das wird nur im Champagner Segment erreicht. Das restliche Angebot ist sicherlich ein genussfähig, aber nur weil der Flieger in 10.000 Metern Höhe unterwegs ist, bei weitem nicht himmlisch!
Zur Auswahl stehen:
Bei den Rotweinen sieht es ähnlich aus. Die Tropfen bewegen sich meines Erachtens allerdings nicht wirklich auf internationalem Business-Class-Niveau.
Château Bois Mondont 2018, ein Cru Bourgeois, bietet wenig Vielfalt oder Raffinesse und Tiefgang.
Domaine Ogier – Le Petit Prince 2023: Die Rhône bringt durchaus kräftige und markante Rotweine hervor. Dieser Vertreter wirkt dagegen etwas zu wenig konzentriert.
Cabernet Sauvignon & Merlot 2022 – Cellar Collection: Die Bezeichnung erinnert mich irgendwie an die gute alte „Tagessuppe“. Der Cuvée aus Cabernet Sauvignon und Merlot begeistert nur bedingt und kann lediglich mit einem gewissen Gewürzprofil punkten.
Dazu gesellt sich noch ein Graham’s 10 Year Tawny Port – für Liebhaber des roten Saftes aus Portugal.
Durchaus lecker und überraschend begeisternd zeigt sich der Avionic Bitterlikör als Aperitif. Darüber hinaus stehen Campari, ein Champagner-O sowie ein Tonic-Vermouth zur Verfügung. Diverse weitere alkoholfreie Getränke ergänzen das Angebot bis hin zum Dallmayr Kaffee oder einem Eilles Tee.
Der Sitz ist – auch wenn es sich nicht um die Allegris-Klasse handelt – schon einmal ein deutlicher Fortschritt gegenüber dem alten Produkt. Mehr Ablagefläche, ein besserer Bildschirm, ein größeres Fußfach und insgesamt ein moderneres Sitzgefühl machen die Langstrecke angenehmer.
Bei der Menü-Zusammenstellung konnte Lufthansa dagegen nicht wirklich überzeugen. Ein angefrorenes Amuse-Bouche zum Auftakt ist keine besonders gute Eintrittskarte. Auch die „Salatbar“ bei den Appetizern wirkt kommunikativ eher unglücklich und lässt kulinarisch etwas die Kreativität vermissen.
Die Weinauswahl ist von der Zusammenstellung her solide, auch wenn andere Airlines in der internationalen Business Class ein höheres Niveau bieten.
Unterm Strich bleibt damit ein gemischter Eindruck: Der Sitz macht einen Schritt nach vorne, auch wenn die Armlehne defekt war. Hierfür gab es proaktiv eine Compensation von 16000 Meilen, die on top nicht eingefordert wurde. Beim Catering ist dagegen noch Luft nach oben. Gerade beim Menü würde man sich etwas mehr Mut, Kreativität und vor allem mehr Konsequenz bei der Umsetzung wünschen.(Doppelungen, Wording etc.)






05. September 2026
Bei dem Hilton Garden Inn in Frankfurt handelt es sich um ein klassisches Business Hotel im Herzen der Stadt, unweit vom Hauptbahnhof. Anreise und Check-in Die Anreise mit dem Auto erfolgt am späten Nachmittag. An der Rezeption ist zu diesem Zeitpunkt nicht besonders viel los, dennoch sind drei Mitarbeiter vor Ort. Leider wirkt die Zusammenarbeit im Team nicht optimal. Auch […]
02. September 2026
Für einen Business-Trip geht es nach Leipzig. Unweit des Hauptbahnhofs und nur wenige Meter von der Oper entfernt, ist das Angebot an Übernachtungsmöglichkeiten entsprechend groß. Die Innenstadt bietet viel Abwechslung und versprüht mit ihrer Mischung aus Kultur, Musik und urbanem Leben einen positiven Vibe. Doch Leipzig hat nicht nur eine große Auswahl an Unterkünften zu bieten. Auch an Sehenswürdigkeiten mangelt […]
22. August 2026
Frankfurt International Airport bietet Verbindungen in alle Welt und ist nach Paris und London der drittgrößte Flughafen Europas. Während das Terminal 2 inzwischen etwas in die Jahre gekommen ist (& auch T1) und eine Renovierung benötigt, setzt das neue Terminal 3 auf moderne Ausstattung, Komfort und zeitgemäße Infrastruktur. Ich habe mir das einmal genauer für euch angeschaut und bin auch […]
19. August 2026
Mal wieder steht eine Fernreise an! Mit Lufthansa geht es im Airbus A350-900 nach Toronto – via München. Die Rückreise startet in Montreal und führt ebenfalls über München nach Düsseldorf. Also: Ost-Kanada – was macht man da? Alles deutet auf einen Roadtrip hin. Die Weltstadt Toronto steht schon etwas länger auf der Liste. Und logisch, dass ein Ausflug zu den […]
17. August 2026
Frankfurt geht aus! Und wie, die Auswahl ist grandios, gute Küche im mondänen Westend oder im Herzen der Stadt. Diesmal führt der Weg uns in das Occhio d´Oro, im hippen Flemings Selection Hotel. #rooftop Öffnungszeiten sind von Montag bis Samstag ab 18:00 Uhr, wobei die Küche um 22:30 schließt-fair enough! Wie der Name es verrät geht es recht italienisch zu, […]
16. August 2026
Unweit der Rennstrecke in der Region Steiermark im Murtal befindet sich das Hotel Ringrast. Außerdem geht hier nicht nur zum jährlichen Formel-1-Rennen gehörig die Post ab. Küchenchef David serviert im Restaurant leckere Burger, Gulaschsuppe oder auch gesunde Bowls. Das Ringrast ist eine Herberge, die vor Motorsport-Design strotzt. Das fängt schon mit 2 übergroßen Rennfahrer-Staturen im Eingangsbereich an. Außerdem befindet sich […]