
21. September 2015
….nachdem ich gerade einmal 36 Stunden aus New York zurück war, ging es schon weiter Richtung Osten. Bangkok, dass 2.mal dieses Jahr – immer wieder gut! Das Chatrium Hotel, direkt am Fluss, Stock 36 mit Blick über die City, ist eine Herberge in der es sich aushalten lässt. Jetlag dinner im Shangri-la, deftig indisch. Das angenehme am Fluss ist, dass es als Verkehrsmittel oft ein Schiff gibt, irgendwie entspannend und es wirkt beruhigend…in einer Megametropole wie Bangkok.
24 Stunden später geht es nach Ho-Chin-Minh City. Es ist genau das was man erwartet-traffic-traffic-traffic. Fahrräder, rote Ampeln um die sich niemand kümmert, Streetfood, Restaurants eine boomende Kaffeeszene und natürlich ein französisches Hotel – „Novotel“. Ich muss zugeben kein Fan von Hotels zu sein welche keine Möglichkeit haben, dass Fenster nicht zu öffnen, wo alleine die Temperatur durch die Klimaanlage gesteuert wird. Dieses ist eines davon und ich werde vom jetlag gebeutelt, sowieso eher oberflächlich schlafen. Nächte welche um 1:30 morgens enden sind keine Seltenheit und wenn der Abflug um 7:00 Uhr ansteht, läuft der Rhythmus ziemlich „quer“. Zum Essen gibt es feine Küche. Vietnam, Kokosmilch, frankophile Einflüsse wie Pate oder Creme bruleé haben ihre Hinterlassenschaften auf der Speisekarte. Aber auch die Märkte, auf denen man sich sein Mittagessen auswählt sind ein Teil des Angebotes. Hygiene ist da manchmal ein leicht vernachlässigtes Thema, welches dem Europäer doch direkt ins Auge springt. „Da muss der Magen halt mal durch“ sag ich mir und probiere Satay Spieße vom Huhn, vietnamesischen Wasserspinat, aber auch eine Art Eierpfannkuchen, den die Vietnamesen mit Huhn und Gemüse füllen, klappen, in eine mit Fischsauce parfümierten Soße tunken – yum! Immer mehr Kaffeeketten rüsten auf und bieten außerhalb von Kaffeespezialitäten und Süßem auch herzhafte Mahlzeiten an. Das ehemals verpönte Amerika findet sich mehrfach wieder, egal ob bei einer fast food Kette oder startups die sich „nyc“ nennen, sprich New York. Was noch ein Trend zu sein scheint sind Sandwiches. Wer isst ein gutes Sandwich nicht gerne?
2 Scheiben Toast, etwas ungekühlte (!) Mayonnaise, Pate drauf und „ab geht die kulinarische Saigon-Streetfood Post“. Wer keine Angst vor Salmonellen hat sollte mal die homemade mayo probieren, ich bin da mal raus!
Weiterflug nach Shanghai. Mein letzter Aufenthalt in der Megametropole ist noch nicht allzu lange her. Januar 2014! Nach der Ankunft, einem Flug von gerade mal 4 Stunden, geht es in die Fraser Apartments, eine Möglichkeit jenseits der Hotelzimmer, mit Koch- und Waschmöglichkeit.
http://shanghai.frasershospitality.com/en
Der Bund ist unweit entfernt und sie liegen sehr zentral, insgesamt eine Empfehlung wert, wenn man längerfristig in Shanghai verweilt.
Abendessen findet im „lost heaven“ statt, einem kulinarisch hochwertigen Restaurant mit unfassbar vielen Sitzplätzen, welche weitesgehend belegt sind. Die Atmosphäre erinnert mich an das „Nomad“ in Manhattan, es wird aber authentic Yunaan food serviert. Das ist spicy, south-west asian influenced, sprich vietnam und das hat mich dann doch noch nicht so richtig kulinarisch losgelassen.
Lunch am nächsten Tag ist Thai! Und selbst in Shanghai ist Thai „outstanding“, knusprig gebratener Fisch im Ganzen, mit Chili, Lime, knackigen Knoblauch, Suppen mit viel Gemüse, leichte Schärfe und immer einem Hauch Fishsauce, gepaart mit Ananasreis sind ein wertvolles kulinarisches Ereignis.
Dinner dann wieder „in the city“ und ganz Chinese, „Jardin de Jade“ – „not spicy at all“. Der Fisch welcher für uns bestellt wurde, wird „alive“ präsentiert und zappelt so stark, dass er mir die Hose „verfischt“-egal! 10 Minuten später ist er ebenfalls knusprig gegrillt auf einer Platte serviert mit Aromaten gebraten-eine Köstlichkeit. Neben dem Fisch gibt es knusprigen, mit Soya und Austernsoße marinierten Schweinbauch, ein etwas klebriger Kartoffelsalat, der sich irgendwie hier verlaufen hat und eher ein Zeichen der Verwirrung darstellt. Als Getränk begleitet mich auf dieser Reise Mineralwasser.
Dinner „is done“ und am nächsten morgen geht es nach PVG-Shanghai Airport und via Zürich nach Wien zurück. Das Essen an Bord ist, um ehrlich zu sein, eine Katastrophe! Zum Beispiel sind die Ravioli nicht benetzt mit der dazugehörende Tomatensoße und somit trocken. Die Swiss Stewardessen probieren zwar im Rahmen Ihrer Möglichkeiten dies auszugleichen, aber da der Flug in Economy stattfindet ist hier nichts mehr „zu reißen“! Wenn 12 Stunden Economy in der letzten Reihe stattfinden, welche zusätzlich auf Grund von zuviel „traffic“ in PVG verspätet losgehen, weiss man es noch zu schätzen das es nur 12 Stunden sind, wenn der Sitznachbar schon 11 Stunden Auckland nach Shanghai hinter sich hat.
Uns allen „allzeit“ eine gute, sichere und wenn möglich bequeme Reise.
Euer Christian
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