Flight Review: Thai Airways First Class London – Bangkok

Die Ausgangslage:

Wenn man für 111.000 Meilen und entsprechender Verfügbarkeit dieses Ticket erwerben kann, lohnt es sich mal die Thai First Class auszuprobieren. Von London Heathrow geht es direkt nach Bangkok. Der Zubringer aus Düsseldorf übernimmt die Eurowings, in Business Class.

Der First Class Flug:

Das Boarding beginnt pünktlich wie angegeben, die Maschine eine Boeing 777-300er ist in der Business Class ausgebucht, die Economy hat mit rund 160 belegten Sitzen noch freie Plätze und die First ist mit 5 Passagieren von 8 möglichen belegt. Diese 8 Sitze sind keine in sich vollständig schließbaren Suiten, ähneln der Swiss First Class aber doch sehr, der Sitz lässt sich mit 2,20m in ein vollständig flaches Bett ausfahren. Dabei wird dann eine Matratze und ein richtiger Bettbezug zur Verfügung gestellt, was den Passagier sehr gut schlafen lässt. Da es sich um einen Tagesflug handelt, take-off ist 12:30 mittags „local-time“, man bei Einstieg in der Regel die Uhr direkt auf die lokale Zeit des Ankunftlandes umstellt, wird davon auf jeden Fall noch Gebrauch gemacht werden. So werden es dann am Ende doch 5, der 11 Stunden die für eine Tiefschlafphase taugen.

Das Catering:

Um mal so anzufangen, ich glaube das ist ein gewisser Schwachpunkt und irgendwie bahnt sich das gleich zu Beginn an. Der local fruchtige nichtalkoholische Drink ist mit seiner grünlichen Farbe aber auch geschmacklich eine Erfahrung. Nachdem die Anschnallzeichen aus sind, gibt es ein Glas Champagner und der Caviar Service beginnt. Der Champagner aus dem Hause Laurent Perrier ist oberes Regal, schmeckt leicht nussig, hat eine goldgelbe Farbe und ist ein Prestige Cuveé der den Namen Grand Siècle trägt. Die Weinauswahl wird leider von der Inflight-Crew nur per digitalen Tablet vorgestellt, was ein wenig kompliziert ist, denn für ein nochmaliges nachschlagen muss man direkt nochmal darum bitten. Die Weine sind preislich ähnlich wie in der Lufthansa First Class angesiedelt. Zwischen 15 und 40 Euro, viel mehr ist nicht drin. Nicht das ein Petit Chablis von Brochard nicht trinkbar wäre, aber First Class bietet im Markt oft die absoluten Top Brands, somit heißt es sich an den Champagner halten, der so einer ist. Nach dem Caviar Service folgt ein sehr leckerer mild gebeitzer Lachs mit grünem Spargel und einer Scheibe Hummer, die nicht wirklich so ultra frisch daherkommt. Beim Hauptgang wird mir mitgeteilt das mein Wunsch, das Rinderfilet mit Risotto so nicht mehr verfügbar ist – kann vorkommen. Alternativ serviert die Crew den Rinderhauptgang aus der Business Class. Das Fleisch ist maximal trocken, der Teller bietet zu wenig Soße, wenigstens ist das dazu gereichte Risotto noch in überraschend von guter Konsistenz. Zum Abschluss gibt es gute Vanille Eiscreme und 2 x Tartlett. Ja richtig mir ist nicht so recht klar warum man in dieser Größe das mit Schokolade und Vanillecreme gefüllt serviert bekommt, sprich eine Doppelung.

Der Flug und der Amenity Kit:

Da es im pointy end immer auch hierzu eine kleine aber feine Auswahl gibt, ein paar Zeilen dazu. Der Kulturbeutel, wie man in unseren Breitengraden so sagt, ist aus der Porsche Design gehalten und diesen gibt es in verschiedenen Farben. Blau ist mein Favorit, so auch heute. Der Inhalt hat das was man(n) so braucht innerhalb von 11 Stunden. Zahnbürste, Augenklappe, Refreshcreme und Socken. Der Schlafanzug, immer sehr bequem um einmal aus seinen eigenen Klamotten rauszukommen ist von …. und passt nicht wirklich angegossen, naja L halt. Der Flug verläuft über die gesamte Dauer wirklich entspannt, die Piloten scheinen alle Luftlöcher zu umfliegen, das Sicherheitsgefühl ist zu jedem Zeitpunkt sehr hoch.

Ankunft und Fazit:

Als First Class Passagier ist man in der Regel zuallerst von Bord. Eine Thai-Mitarbeiterin empfängt an der Tür und bringt mich umgehend in eine Priority Passkontrolle. Da ohne Aufgabegepäck geht es direkt zm Taxi-Stand und 40 Minuten nach der Landung ist man in Sukhumvit im Hotel.

Ich muss zugeben das First nicht gleich First ist. Die Crew war herzlich, in Sachen englischer Sprache nicht immer auf Augenhöhe, das Catering war doch irgendwie durchwachsen und nicht von absoluter Perfektion. Die Weine sind bei Airlines wie Singapore oder Qatar eher auf Business Class Niveau, wenn überhaupt. Da kommt mir der Vergleich, welcher Al Baker der CEO von Qatar Airways immer erwähnt, „First in Business“, doch zu Kopf. Und er hat recht, die Qsuite ist definitiv auf dem Niveau der Thai First Class. Mehr Privatsphäre durch die Option die Türen zu schließen, ein sehr wertiger Service, qualitativ hochwertige Weine, welche eine First Class von diesem Format leider absolet macht. Trotzdem war es ein absolut angenehmer Aufenthalt und die Sicherheit war aus der Sicht eines Passagiers zu jeder Zeit gegeben.

Euer Christian

Laurent Perrier Champagne

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