Restaurant Review: das Laylak – Lebanese Cuisine in Toronto

Länder wie Kanada sind geprägt von einer Multikulti-Gesellschaft. Aus aller Herren Länder finden sich Menschen in dieser Gesellschaft wieder. Ein ganz wichtiger Vorteil dabei ist die mitgebrachte Länderküche. Gute Zutaten gibt es vor Ort – gepaart mit der Tradition und dem Wissen der jeweiligen kulinarischen Stilrichtungen kann daraus ein echtes Highlight entstehen. Nicht immer, aber doch recht oft!

Im Laylak ist es nicht anders. Vorab schon einmal: gute Küche und guter Service. Das merkt man bereits beim Betreten des Restaurants, wo dem Gast viel Aufmerksamkeit entgegengebracht wird. Unweit des Omni King Edward Hotels in Downtown Toronto geht es um leckere libanesische Küche und die dazugehörigen Weine. Die Einrichtung ist bewusst hochwertig gewählt, im Hintergrund läuft trendige Chill-out-Musik und das, was auf den Tisch kommt, hat Hand und Fuß.

Die Speisekarte beginnt mit Hummus, Labneh, Muhammara und Taboulé. Letzteres schmeckt mit reichlich frischer Petersilie und Minze ganz ausgezeichnet. Das Baba Ganoush ist so gut rezeptiert, dass man sich am liebsten hineinsetzen möchte. Dieser elegante Rauchgeschmack, geglättet durch Tahini und die Säure von Joghurt und Zitrone, ist maximal gut umgesetzt. Das dazu servierte fluffige Fladenbrot ist nur noch die logisch leckere Konsequenz für den vollen Genuss. Authentisch essen zu gehen, kann manchmal so einfach sein. 🙂

Die umfangreiche Speisekarte wird durch weitere kalte und warme Appetizer ergänzt. Als Hauptgang ist das Lamm eine gute Wahl, welches ebenfalls mit Hummus gereicht wird. Auch der gegrillte Orfali Kebab mit Gemüse und Sharmoula, einer aromatischen Gewürzpaste, weiß geschmacklich zu überzeugen.

Die Portionsgrößen sind recht übersichtlich, aber ausreichend. Für À-la-carte-Portionen dürfte es von der Grammatur allerdings etwas mehr sein – auch unter dem Gesichtspunkt der Preise. Für vier Lammkoteletts sind immerhin 40 Euro fällig.

Bei den Weinen geht es ebenfalls lokal-libanesisch zu. Eine qualitativ durchaus gute Auswahl an roten und weißen Gewächsen lässt sich vor der Bestellung sogar verkosten, was die Entscheidung definitiv einfacher macht.

Der Viognier/Chardonnay von Château Musar wächst auf rund 1.000 Metern über dem Meeresspiegel. Er ist jung, wild, aber auch aromatisch und erinnert ein wenig an einen italienischen Pecorino. Der gleiche Winzer baut auch eine Cuvée aus Cinsault, Syrah und Cabernet Sauvignon aus. Naturgemäß eine gute Begleitung zu rotem Fleisch, da die Tannine eine schöne Balance zum markanten Fleischgeschmack herstellen. Dazu gesellen sich Aromen von roten Beeren und würzige Noten – und schon ist die Sache klar.

Im Libanon werden gute Weine angebaut, und es ist einmal mehr schön, über den berühmten Tellerrand zu schauen.

Summary

Ein guter Aufenthalt mit viel Hospitality! Die Essensqualität ist wirklich gut, der Service aufmerksam und die Einrichtung modern. Man sitzt gediegen in einem von Vision geprägten Konzept.

Laylak – so erklärt es die eigene Homepage – steht in seiner Gesamtheit für die Verbindung zur Natur, zur Lilac-Blume, mit ihrer Schönheit, jährlichen Erneuerung und Anmutung. Welcher Mensch liebt nicht das Schöne? Wer umgibt sich nicht gerne damit?

Eine empfehlenswerte Lokalität. Wer in Toronto aufschlägt und diese kulinarische Richtung schätzt, ist hier definitiv richtig.

Euer Christian

https://chateaumusar.com/?v=7885444af42e

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