Kanada-Roadtrip: Zwischen Ottawa und der Ruhe am Lake McGregor

Ein Roadtrip bietet immer wieder jede Menge Abwechslung. Rund 1.000 Kilometer in zehn Tagen sind dabei eine durchaus vertretbare Distanz – schließlich bleibt genügend Zeit, das wunderschöne Kanada entlang der Route in aller Ruhe zu genießen.

Nach Toronto sowie Zwischenstopps in Kingston und Ottawa führt uns die Reise zu unserer nächsten Unterkunft am Lake McGregor. Der See entstand durch einen in den 1920er-Jahren errichteten Staudamm, ist über 40 Kilometer lang und wurde ursprünglich als Wasserreservoir angelegt. Zum Glück ist von diesem menschlichen Eingriff heute kaum noch etwas zu spüren. Einige Anwohner haben sich traumhafte Grundstücke direkt am Ufer gesichert und genießen hier einen idyllischen Rückzugsort – away from the busy life –, gerade einmal eine Stunde von der Metropole Ottawa entfernt.

Ottawa – Geschichte, Architektur und Flusslandschaften

Die Region rund um Ottawa ist seit mehr als 6.000 Jahren besiedelt. Zunächst waren es die indigenen Völker, die hier lebten, später kamen zunehmend britische Siedler hinzu. Aus dieser bewegten Geschichte entwickelte sich schließlich das heutige Kanada.

Unser erster Anlaufpunkt in der Stadt ist der BYWARD MARKET, eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Ottawas und zugleich eines der ältesten Viertel der Stadt. Zugegeben: Nach den vielfältigen und beeindruckenden Markterlebnissen in Toronto wirkt das Angebot hier etwas blass. Ganz nett, durchaus einen Besuch wert, aber eben auch kein echtes Highlight.

Auf dem Weg zum Parlamentsgebäude eröffnen sich immer wieder wunderschöne Ausblicke auf die Stadt und ihre beeindruckende Flusslandschaft. Am Nepean Point lässt sich bei bestem Wetter das Panorama besonders gut genießen. Hier steht auch die Statue von Samuel de Champlain, einem der frühen europäischen Entdecker der Region.

Weniger erfreulich präsentiert sich das Parlamentsgebäude: Es wird derzeit umfassend saniert. Die jahrzehntelange Belastung hat ihre Spuren hinterlassen, sodass unter anderem die Fundamente und die Gebäudestruktur stabilisiert werden müssen. Ein gewaltiges Restaurierungsprojekt, das noch Jahre in Anspruch nehmen dürfte.

Sehenswert ist auch die National Gallery of Canada, die neben bedeutenden Kunstwerken zahlreiche Einblicke in die Geschichte und Kultur des Landes bietet. Ein weiteres architektonisches Highlight ist das Fairmont Château Laurier. Der imposante Hotelbau wirkt beinahe wie eine mittelalterliche Burg, ist äußerst repräsentativ und beeindruckt allein schon durch seine Größe.

Lake McGregor – Natur, Entspannung und ein Hauch Luxus

Angekommen in der Region um den Lac McGregor fällt unsere Wahl auf eine Unterkunft, die in puncto Komfort und Wohlfühlfaktor kaum Wünsche offenlässt. Die HOM Mini Chalets sind so harmonisch in die Natur eingebettet, dass bereits der Blick vom Balkon zum bewussten Durchatmen einlädt. Waldbaden inklusive!

Darüber hinaus führen mehrere markierte Wanderwege durch die umliegenden Wälder. Wer lieber auf dem Wasser unterwegs ist, kann sich direkt bei der Unterkunft ein Stand-up-Paddleboard oder ein Kanu ausleihen.

Nur wenige Meter entlang der Straße führt ein schmaler Waldweg hinunter zum ruhig gelegenen See. Dort laden große Holzstühle dazu ein, den Sonnenaufgang zu genießen, die Stille auf sich wirken zu lassen oder einfach eine Runde über das Wasser zu paddeln. Ein herrlich entschleunigendes Erlebnis, bei dem der Alltag schnell in weite Ferne rückt.

Nach etwa 15 Minuten Autofahrt erreicht man einen kleinen, aber erstaunlich gut sortierten Supermarkt. Die Qualität der angebotenen Produkte überzeugt, und so landet auch ein ordentliches T-Bone-Steak im Einkaufskorb – die perfekte Grundlage für einen gemütlichen Grillabend am Chalet.

Die Ausstattung der Unterkünfte ist wirklich überzeugend. Ein Holzofen sorgt für gemütliche Atmosphäre, die moderne Küche ist bestens ausgestattet und lässt auch beim Kochen kaum Wünsche offen. Einige Chalets verfügen über eine Sauna und zusätzlich über ein Dampfbad, während ein eigener Whirlpool bei allen 13 Unterkünften zum Standard gehört.

Hier draußen, gefühlt mitten im Nirgendwo, geht man automatisch früher ins Bett. Die Schlafzimmer überzeugen ebenso wie die verwendeten Materialien durch ihre hohe Qualität. Viel Holz, viel Grün, jede Menge Natur und vor allem Ruhe prägen diesen Ort. Es ist eine Unterkunft, die mit ihrem durchdachten Konzept und ihrer gelungenen Integration in die Umgebung auf ganzer Linie punktet.

Bei der Abreise wird allerdings auch ein wenig Eigeninitiative erwartet: Übrig gebliebenes Feuerholz soll zurückgebracht, der Müll eingesammelt und die Bettwäsche abgezogen werden. Bei Übernachtungspreisen zwischen 250 und 300 Euro mag das zunächst etwas gewöhnungsbedürftig erscheinen. Letztlich ist es aber kein großes Problem und schmälert den insgesamt positiven Eindruck kaum.

Fazit:

Eine Region, die man durchaus einmal besucht haben kann – vor allem, wenn man Ruhe, Natur und hochwertige Unterkünfte zu schätzen weiß.

Die HOM Mini Chalets überzeugen mit einem stimmigen Gesamtkonzept, viel Liebe zum Detail und einer Ausstattung, die den Aufenthalt besonders angenehm macht. Ob das offene Feuer im Kamin, die hervorragend ausgestattete Küche, die Sauberkeit oder der private Whirlpool: Die Qualität stimmt in nahezu allen Bereichen.

Mein Prädikat: hervorragend!

Ein Ort zum Abschalten, Durchatmen und Genießen. Kanada zeigt sich hier von seiner ruhigen, naturverbundenen Seite – und genau das macht den Aufenthalt so besonders.

Euer Christian

https://homminichalets.com/en/pages/chalets

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