
24. November 2022
Wer kann heute noch eine Sauce kochen? Die Frage ist sicherlich in Zeiten von Convenience etwas provokant, aber es gibt sie noch, die Spezialisten. Warum Spezialist? Nun ja, die Herstellung klingt vielleicht einfach, aber nur echte Saucen-Professoren bekommen die Glacé tatsächlich auf Sterne-Niveau hin. Vielleicht kann ich hiermit den einen oder anderen etwas inspirieren, weil das Ergebnis dieser Arbeit ist so gigantisch lecker, der Weg dorthin lohnt sich!
Die Zutaten für 150 ml Extrakt:
1,5 – 1,8 KG gesägte Kalbsknochen – 1,5 – 1,8 KG geviertelte Speisezwiebeln – 40 g Tomatenmark – 35 g Tomatenmark – 15 g Thymian – 50 g geschälten Selleriekopf – 30 ml Pflanzenöl
So wie fängt man das Ganze eigentlich an? Eines vorab! Wer nicht im Schloss lebt, wird einen angenehmen Duft von Röstaromen in der Wohnung vorfinden. Dafür heizt man den Umluft-Backofen auf 190 Grad vor, schiebt die gesägten Knochen hinein und beginnt für gute 60 Minuten an, zu Rösten. Wichtig ist, dass man auch hier, trotz Zeitangabe immer wieder das Bratgut kontrolliert. Warum? Schnell können die Knochen an den Außenstellen verbrennen. Das hängt immer davon ab, wie viel Fleischreste daran hängen. Beim Zwiebeln schälen, wird einem auffallen, wenn diese richtig frisch sind, das es zu Tränen kommen muss! Einer meiner ehemaligen Küchenchefs sagte einmal, Qualität kommt von quälen und das stimmt. Denn nur eine ultra-frische Zwiebel, verfügt über genügend beißenden Saft, welcher beim Anschneiden die eine oder andere Träne fließen lässt. Wenn diese geviertelt sind, werden sie entweder zu den Knochen im Ofen gegeben oder in einem Topf mit etwas Öl angebraten. Auch hier sollten keine schwarzen Stellen entstehen, diese würden später nur sensorisch als bitter wahrgenommen werden, was weniger schön ist. Anschließend die gerösteten Zwiebeln mit dem Tomatenmark unter ständigen Rühren mischen, die gut gerösteten Knochen hinzugeben und mit Wasser aufgießen. Warum nur Wasser? Zu diesem Zeitpunkt macht der trockene Rotwein für mich noch keinen Sinn. Er kommt erst später zum Einsatz und kann dann auch beliebig gegen einen Madera Wein ausgetauscht werden. So erhält man sich die Flexibilität und das Ergebnis, so kann ich versichern, lässt den Rotwein nicht vermissen! Dann noch das Selleriestück und den Thymian hinzugeben und ab geht die Herstellungs-Reise. Einmal bei hoher Temperatur aufkochen lassen, dabei wird an der Oberfläche eine gewisse Schaumbildung stattfinden, welche durch einen Löffel abgeschöpft werden sollte. Unter Fachkollegen nennt sich das degraissieren, was nichts anderes bedeutet als den Soßenansatz zu entfetten. Nach dem einmaligen Aufkochen, die Temperatur am Herd bitte herunterstellen, so dass nur noch ein Sieden wahrzunehmen ist. Das lässt man dann für 4-5 Stunden vor sich hin köcheln und über Nacht stellt wird der Herd natürlich ausgestellt. Am nächsten Morgen wird der braune Fond, auch Jus genannt, einmal aufgekocht und durch ein Haarsieb, welches mit einem Passiertuch ausgelegt ist, gegossen. Diese Jus kocht man nun vorsichtig ein um ungefähr 90%. Später wird sie dann mit reduzierten Rotwein und kalten Butterwürfeln zu einer feinen Sauce vollendet. Ableitungen gibt es natürlich viele, je nach Gusto können Kräuter hinzugegeben werden oder anstatt der Butter rührt man ganz klassisch die Gänseleber oder Trüffel hinein.
Aufbewahren lässt sich das Produkt hervorragend für 1-3 Wochen im Kühlschrank, für länger würde ich dann doch lieber die Tiefkühltruhe nehmen. Der Geschmack dieses oft in der Spitzenküche verwendeten Produktes, ist so von umami geprägt und wird zu Fleischgerichten aus dem Kurzbratbereich angegossen. Umami ist übrigens der 5. Geschmackssinn, neben süß, salzig, bitter, sauer und wurde erst 2000 wissenschaftlich nachgewiesen.
Fazit: Es ist die Arbeit wert und bei mehrfachen herstellen, kommt die Routine sowie ein Spitzenprodukt dabei heraus.
22. Februar 2026
Wenn eine Reise nach Asien ansteht kommt bei den allermeisten Menschen eine gewisse Vorfreude auf. Krönen tut das Erlebnis wenn es komfortabel und luxuriös ist, allerdings smart finanziert. Das fängt bei den Flügen die mit Meilen gebucht sind an und geht weiter über die Hotellerie und Gastronomie. Auch hier kommt wieder die American Express Platinum Card ins Spiel, mit ihr […]
16. Februar 2026
Im Burnt Ends, welches mit einem Michelin Stern ausgezeichnet ist, dreht sich alles um Woodfire, also das gute alte Lagerfeuer, wobei die Küche und deren Gerichte alle Einflüsse rund um den Globus einfließen lässt. Das Lokal liegt seit 2021 etwas außerhalb von downtown, hat sich in der Fläche verdoppelt so erklärt es der auskunftsreiche Kellner und befindet sich nun in […]
14. Februar 2026
Mal wieder landet ein französischer Wein im Glas und das auch ein Stück zurecht. Wer den Blog ein wenig verfolgt der kennt die Vorliebe für typische Bordeaux Cuveé´s. Gut ist das Château Grand-Mayne, in der 1 Le Grand Mayne, im Saint-Émilion, einer Ecke die definitiv auch noch auf der Bucket List steht. Der Mischsatz besteht aus 74 % Merlot was […]
11. Februar 2026
Die Langstrecke in das geliebte Singapore übernimmt „wie immer“ eine Boeing 777-300er, der Sitzplatz ist direkt hinter der First Class, ein sogenannter Throne-Seat (Einzelplatz) – 4 A. Auch wenn die Bestuhlung in die Jahre gekommen ist, ist sie immer noch besser als auf vielen Fliegern die eine 2-2-2 Anordnung haben. Allerdings gilt es zum Beispiel bei der Reihe dahinter (2-2-1), […]
08. Februar 2026
Wer nach Hamburg kommt hat eine breite Auswahl an Herbergen, von gehoben bis zum Backpacker. An diesem Wochenende fällt die Wahl auf das Conrad Hotel, eine Marke der Hilton Gruppe. Die Lage und die Erreichbarkeit: Ist schonmal sehr gut. In 5 Minuten geht es zu Fuss zum Bahnhof, mit dem Auto fährt man direkt vor in die Bugenhagenstraße. Der freundliche […]
01. Februar 2026
Auf dem Weg nach Asien… …bleibt noch ein wenig Zeit vor dem Boarding um in die gute Senator Lounge in Zuerich zu gehen. Vor einem langen Flug bietet sich eine Dusche an oder eine anderweitige Erfrischung. Die Einrichtung verfügt über 1100 qm, sehr beliebt ist der dortige Whisky Club 28/10 mit 200 verschieden Sorten. Im Anschluss des Barbesuches bietet sich […]