
11. Juni 2023
Ausgangslage:
Von Düsseldorf sind es gute 7 Stunden Fahrt in das nördliche Burgund, rund um die Stadt Chablis. Logisch das es eine Unterkunft braucht. Im Verbund der Design Hotels befindet sich dieses charmante Chateau, eine fast schon majestätische Herberge, die mit schönen Zimmern und Pool aufwartet und seit 2010 ihre Pforten offen hat. Also nichts wie hin!
Die Ankunft und der erste Eindruck:
Die Ankunft zu dieser ruhig gelegenen Herberge ist recht unkonventionell. Nicht ganz so klassisch wie mit einer traditionellen Rezeption, mit in Uniform gekleideten Mitarbeitern, eher im Stile eines hochwertigen Bed & Breakfast. Der Rundgang bringt den Neuankömmlingen die Einrichtungen des Hauses näher:
Die Anlage macht einen guten ersten Eindruck, alles ist auch mit Rücksicht auf das Alter der Immobilie gut gepflegt. Da die Wege zu den Gebäuden mit Schotter belegt sind, muss der Koffer getragen werden, ein Aufzug sucht man logischer Weise vergeblich, was aber auch nicht hierher passen würde. In jeweils 15 Minuten ist man in Auxerre oder im kleinen verträumten Ort Chablis.
Der Aufenthalt:
Bei 3 Nächten bekommt man schon recht gut mit was alles funktioniert und was vielleicht nicht so. Das Zimmer bietet ausreichend viel Platz, die Matratze ist sehr gut und die Decken hochwertig. In diesem recht alten Gemäuer aus dem 17.Jahrhundert, begrüßen wir es auch noch die Heizungen laufen, falls man sie im Mai mal braucht. Im Haus wurde schon sehr viel unternommen um das Thema Nachhaltigkeit voran zu bringen. So fokussiert sich Johan Bouman sein Schloss Stück für Stück zu modernisieren, doppelt verglaste Fenster gehören zum Beispiel dazu. An anderer Stelle merkt man wie schwer es ist, ein so altertümliches Chateau in Schuss zu halten, die Ameisen geben sich im Bad die Klinke in die Hand, zugegeben noch in einer übersichtlichen Anzahl, aber deutlich sichtbar.
Das Frühstück:
Bietet eine gute Auswahl an frisch aufgebackenen Croissants und Pain au Chocolate, frischen Brot, gekochten Eiern auf Wunsch, Joghurts, Säften und diversen anderen Kleinigkeiten. Ein Teil davon ist mittig auf einem hölzernen Design-Buffet aufgebaut und mit dem servierten Kaffee, welcher frisch aus einem Siebträger kommt, ist es ein gutes Angebot
Der Spa-Bereich:
Er besteht unter anderem aus einem ca.20m langen Outdoor-Pool, die Wassertemperatur ist eher aus der Kategorie „frisch“, dass Wasser ist klar und sauber. Nicht immer selbstverständlich weil man sich direkt in einem bewaldeten Umfeld befindet, wo Laub und Äste durchaus herunter fallen. Die Sauna und das Dampfbad wird auf Wunsch ab 16:30 Uhr angestellt, dafür ist man dann für je 45 Minuten für sich alleine, bevor es ab 19:00 Uhr allgemein zugänglich gemacht wird. Wer möchte bucht sich eine Massage dazu, allerdings bei Preisen jenseits der 100 Euro pro Stunde ein nicht ganz günstiges Unterfangen.
Fazit:
Der Aufenthalt in einem so antiken Umfeld, mit viel ausgestellter modernen Kunst ist ein Erlebnis. Die Erwartung das alles perfekt ist wie in einem Hotel-Neubau funktioniert, sollte man nicht mitbringen. Diese charmante Kombination versüßt Liebhabern in einem authentisch, ehrlich geführten Objekt jede Minute. Ein wirklich einmaliges, schönes und auch anderes Erlebnis im nördlichen Burgund.









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