
23. November 2024
Status:
Aus Auckland angekommen gilt es 4 Stunden am hoch attraktiven Airport Doha zu verbringen. Dazu sei erwähnt, es ist unabhängig wo man sich gerade aufhält immer ein wenig anstrengend, wenn man um mehrere Stunden „ge-jet-lagt“ ist, sei der Ort auch noch so schön. Die die Al Mourjan Lounge ist aber und definitiv keine Einrichtung bei der man Mitleid haben sollte, während man auf den Anschluss wartet. 🙂
Boarding und Sitz:
Der Abflug ist auf 1:50 morgens terminiert und mit guten 6 Stunden ist dieser relativ kurz. Um zum Flugzeug zu gelangen ist eine Busfahrt nötig, da kein freies Gate zur Verfügung zu stehen scheint. Der Flieger, eine Boeing 787-9, mit 30 Business Class und 281 Economy Class Sitzen ist zumindest im „pointy end“ zu 100% besetzt. Der Flug geht wegen der angespannten Lage in Nahost nicht über irakisches Hoheitsgebiet, sondern über Saudi-Arabien, was dem allgemeinen Passagier der es auf dem Schirm hat doch etwas an Entspannung verschafft. Am Flieger angekommen erfolgt der nach Qatar Air gelebte Standard mit der Übergabe der Menükarten, einem Willkommensgetränk nach Wahl, sowie einem heißen Tuch. Der Sitz ist aus dem Hause Adient-Aerospace, verfügt ebenfalls über eine Schiebetür, die Ablagemöglichkeiten kommen einem etwas wenig vor. Die QSuite bietet da doch mehr Platz, dies liegt nicht zuletzt auch daran das die Modelle A 350-1000 und Boeing 777 einen breiteren Rumpf haben, somit die Kabine grosszügiger ausgelegt ist. Der Sitz hat eine Neigung von 180 Grad, somit ist er für einige Stunden Schlaf durchaus qualifiziert. Wer Licht braucht kann dieses direkt am Sitz dämmen, der Bildschirm für das Entertainment ist intuitiv zu bedienen und die Auwahl kann sich sehen lassen. Außenbord- Kameras, eine Steckdose, USB Ports, es ist schon in Summe ein sehr gutes Komplettpaket. 1 Stunden Wifi gibt es kostenfrei, danach muss der Gast 10 US Dollar für den Rest des Fluges bezahlen.























Getränke:
Die werden nicht nur am Sitz serviert. Im Eingangsbereich auf Höhe der 2. Tür ist eine Art Bar aufgebaut. Ein paar Crips sind ausgelegt, ein schöner Rosenstrauß Blumen und wer mal einige Minuten im Stehen verharren möchte der findet hier eine Anlaufstelle. Der Weinkeller von Qatar macht wieder auf „dicke Hose“ und das startet mit 2 Champagnern. Der Gosset Brut Grande Réserve und ein guten Taittinger Prestige Rosé sind eine Ansage. Beide verfügen über einen hohen Anteil Chardonnay, auch wenn der Taittinger logischer Weise beim Pinot Noir die Nase vorne hat. Der Saint Clair Chardonnay ist ebenfalls ein Reserve, wurde in Neuseeland in Marlborough angebaut und gekeltert. 9 Monate in amerikanischen Holz geben diesem vielschichtige Aromen, wie Ananas oder Nektarine. Das karamellige am Gaumen sorgt für reichlich Nachhall, ein sehr schöner Tropfen über den Wolken! Ergänzt wird die Weinliste von einem Sauvignon Blanc aus der Region Adelaide, einem Rose aus Frankreich, um genau zu sein der Provence, der auf den Namen Wispering Angel getauft wurde.
Bei den Roten stürmt mal wieder die Grand Cru Klasse an die Spitze. 2016er, ein herausragender Jahrgang, vom Weingut Chateau Desmirail im Bordeaux, um genau zu sein dem Margaux. Mit 55% Merlot schmiegt sich der Tropfen in die Mundhöhlen, allerdings wie oft im Airline Business etwas zu kalt temperiert. Zudem ist es fast schade diesen schon auszuschenken, da die Tannine nach bis zu 18 Monaten im Barrique, sich noch nicht vollständig in den Wein integriert haben. Wer noch in Sachen Rotwein aus der Bahn geworfen werden möchte probiert die „Beerenkeule“ aus Australien, aus dem Barossa Valley. Die erdigen Fans beim Wein kommen ebenfalls mit dem Rioja aus dem Jahr 2016 auf den Geschmack und zum Abschluss darf es dann noch ein Dessert Wein aus der Toskana oder Porto sein. Von den Spirits ganz zu schweigen, es ist und das muss man konstatieren eine Hammer Auswahl, die eigentlich jeden anspruchsvollen Passagier glücklich machen sollte. #respect
Food:
Entsprechend der Nachtzeit und nur 6 Stunden Flug ist das Angebot logischer Weise angepasst. Direkt nach dem Start gibt es eine „Late Night Dinning“ Auswahl. Das Reuben Sandwich mit Rotkrautsalat wird bestellt und ist ordentlich umgesetzt. Nichts was einen aus dem Sitz haut, aber völlig in Ordnung. Eine Käseauswahl und ein Brownie sind für den „Sweet-tooth“ zum Abschluss eine Option. Das Frühstück hält eine kleine selektive Auswahl and Säften, Joghurt, Cerelas bereit sowie zum Hauptgang ein Omlette mit Käse und Tomaten bereit. Pain au chocolate, Butter Croissant und ein Brötchen flankieren neben Tee und Kaffee die Mahlzeit.
Fazit:
Qatar wie man sie kennt! Ein Unternehmen mit weiterhin hohen Ambitionen die beste Fluglinie der Welt zu sein. Das fast schon übergroße Angebot an Getränken hinterlässt den Eindruck etwas unabgestimmt zu sein, im Bezug auf die kleine Essensauswahl. Nicht falsch verstehen, jeder Tropfen aus der Getränkekarte hat ein hohes Niveau, allerdings empfinde ich die Auswahl als zu umfangreich, gerade auch im Abgleich mit dem angepassten Food-Angebot und dem Fakt das es ein 6 stündiger Nachflug ist. JAMMERN AUF HOHEN NIVEAU zieht vermutlich in der Beurteilung des Angebotes. Auf jeden Fall macht es Spaß so ein Produkt wie das von Qatar erleben zu dürfen. Der Service ist aufmerksam trotz zu 100% ausgebuchter Reiseklasse, man wartet nicht lange wenn es einen Wunsch gibt. Der Sitz ist ebenfalls sehr nah dran an der hauseigenen QSuite und der Flug läuft insgesamt sicher und ruhig. Schon heute steht fest, es wird nicht das letzte Mal gewesen sein an Bord eines Qatar Airways Fliegers – Danke!
Euer Christian
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