City Review: Leiden in den Niederlanden

Die Idee…

…ist in das naheliegende Nachbarland, die Niederlanden, zu fahren. 3 Nächte und 4 Tage, das passt vom Ansatz sehr gut in eine Woche Urlaub. Schnell stellt sich das Urlaubsfeeling ein, mit Blick auf das Meer, die Strandbars und eine tolle Kaffee- und Gastronomiekultur in diesem pittoresken Ort. Eine vielzahl von Kanälen baut die gedankliche Brücke in das unweit entfernte Amsterdam und eröffnet unzählige schöne Blickwinkel. Um diese Art mittige Insel ist Leiden eine moderne Universitätstadt, dynamisch und nicht zuletzt auch gut an den öffentlichen Nah- und Fernverkehr angebunden. Wer allerdings denkt das hier die Motor getriebenen Antriebe Vorfahrt genießen, der irrt! Leiden ist wie so oft in Holland eine vom Fahrradfahrern beherrschte Stadt und selbst als Fußgänger sollte man sich beim überqueren der Straße immer gut umgeschaut haben.

Der wohl bekannteste Bürger Leidens ist ohne Zweifel der Künstler Rembrandt, welcher 1606 geboren wurde und zur Blütezeit der Niederlande, dem Goldenen Zeitalter, zahlreiche Meisterwerke schuff. Zum 150 jährigen Bestehen des Museums De Lakenhal im Jahr 2024 sind die „4 Sinne“ – seine ersten Gemälde ausgestellt.

Wer sich eine gute Übersicht der Altstadt machen möchte nimmt an einer Grachtenrundfahrt teil. Anders als in Düsseldorf wo man sich in den Hop on – Hop off Bus setzt, ist man gemütlich auf dem Wasser unterwegs. Nach einer knappen Stunde hat man sich so einen Eindruck über die Schönheit Leidens gemacht und steigt entschleunigt aus dem Boot. Fahrten kosten 12 Euro und sind auf diversen Routen und unterschiedlichen Gruppengrößen unterwegs.

Auch die Cafeszene ist in Leiden wertig und ausgeprägt (ohne das so für die Niederlande bekannte Grasangebot 🙂 ) , zu 100% auf Spezialitäten von Flat White bis Latte Macchiato ausgerichtet. Die gemütlichen Kaffee´s laden zum verweilen ein, egal ob auf einem ausrangierten Bootsdeck oder mit Blick auf die Wasserstrassen, es macht einfach Spaß die Atmosphäre so zu inhalieren. Auch die quirlige Restaurantszene lässt die Kulinarikerherzen höher schlagen, neben Kunst wird auch viel gastronomische Kultur geboten.

Diese hört aber in der Stadt nicht auf und schwingt sich in die Vororte am Meer. Strandbars und Restaurants warten mit einer großen Auswahl und reichlich feinem Sand unter den Füßen auf die Badgäste. Nur die Nordsee bietet selbst im Hochsommer keine wirkliche Schönwettergarantie, aber zumindest ist auf die Gastro Verlass. Für den Ausblick auf den wilden Wellengang muss man hier und da aber sicherlich auch extra bezahlen. Im Westpunt verlangt man für einen Angus Burger mit Fries stolze 25 Euro und 2 Austern kosten 9.50 Euro. Die Weinliste ist umfangreich und offeriert Gewächse aus Deutschland, Frankreich und Südamerika. Der Strand von Scheveningen bis Sandvoort lädt zu stundenlangen Spaziergängen ein, bei denen der Besucher alle 500 Meter einen Beachclub oder ein Restaurant zum Einkehren findet. Ängste um ausbleibende Verpflegungsstationen sind somit fehl am Platz und jeder teilt sich seine Strecken und Distanzen entspannt ein. #convenience

Fazit:

Die Stadt Leiden bietet für 2-3 Tage einiges an Abwechslung. Die rauhe Nordsee lässt sich in den Vororten Katwijk aan Zee und Noordwijk hautnah erleben und genießen. Die Salzluft ist bis heute ein Gesundheitsfaktor für viele Menschen, die Spaziergänge reichern den Stoffwechsel an und kommen völlig umsonst daher – großartig! Wer ein wenig mehr Großstadt braucht macht einen Tagesausflug nach Amsterdam oder Den Haag.

Eine Fahrt in die südholländische Provinz ist eine absolute Empfehlung und ohne aufwendige Anreise aus dem benachbarten Westen Deutschlands jederzeit möglich. Fahr mal hin! 🙂

Euer Christian

Euer Christian

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