California in June – in der Air New Zealand Business Class

Wieder einmal heisst  es „ab in die Ferne!“

Und los gehts es Richtung Westen ab Frankfurt (mit einem fürchterlichen Verpflegungskonzept voller Zusatzstoffe, einer Presswurst im Kartoffelsalat liegend) via London und weiter mit Air New Zealand für einige tausend Meilen nach Los Angeles! Vielleicht eines der besten Business Class Produkte zur Zeit am Markt.

Innovativ vom Moment des Einstiegs, bishin zum Concierge Service kurz vor der Landung.
Aber nun mal ein wenig in die Details.

Der Sitz aus weissen Leder – top! Das Menu hat a la carte Charakter, das Rinderfilet im medium-well Bereich vom Koch noch angerichtet schmeckt. Die Weinauswahl ist mit den sonst recht knapp gehaltenen neuseeländischen Produkten, reichhaltig und zum schlafen wird sogar noch eine Matratze sowie Bettzeug aufgelegt! Das gibt es sonst nur in der First Class.
Das Unterhaltungsprogramm bietet einiges an Abwechslung und ist per touchscreen zeitgemäss zu bedienen, alles in allem ein Topangebot, so macht fliegen viel Spaß.
Nach unterhaltsamen11 Stunden ist Schluss und der Vogel, eine Boeing 777-300 ER, landet sicher in LA.

Der nächste Tag geht es zu den Sony Studios, wo ein von der Compass Group betriebenes Center for Excellence (CFE) anschaue. Danach geht es entlang am blauen Pazifik via Highway No.1 nach Santa Barbara. Santa Barbara gefällt seit meines ersten Besuches an Ostern 2008. Damals kochte ich für eine amerikanische Familie das Ostermenü, nach Weight Watchers Program-ja richtig! Unterkunft ist eine solide „Pension“ die ausserhalb liegt, da SB ein vermögender ZIP Code in den USA ist, kosten auch die Unterkünfte entsprechend.

Kulinarisch bietet die Ecke viel Seafood und jede Menge Knollen für das Falschparken, was mir nicht erspart bleibt. Nach 2 Nächten und einen paar rides im Pazifik auf „den Brettern die die Welt bedeuten“, geht es weiter nach Morro Bay, einem wenig beachteten Spot. Die Ruhe macht mir nichts aus im Bayside Inn, einer kleinen Hütte mit Terrasse genieße man gutes Seafood (Crabcakes) und hervorragende kalifornischen Weine.

Weitere Stops auf dem Weg nach San Francisco entlang des Highway No.1 sind Carmel, Monterey und Santa Cruz.

In Monterey angekommen lädt das weltbekannte Aquarium ein, beeindruckend was die Tiefen der Meere an Vielfalt zu bieten haben, ein Einblick den man als „Nichttaucher“ so wohl niemals geboten bekommt.
Mein Essverhalten zählt heute zur Unvernunft, da ein Stück weisser Heilbutt auf dem Teller landet, der nach MSC und WWF Richtlinien zu den gefährdeten und vom Aussterben bedrohten Fischarten zählt. Dies geschieht durch Überfischung und nicht sachgemässe Fangmethoden, z.B. mit Schleppnetzen. Hierbei entsteht immer wieder ein hoher Anteil an Beifang, welcher später tot als Müll über Bord gekippt wird.

Der Heilbutt wird leicht glasig gebraten und durch seine feste Struktur eine absolute Delikatesse. Simples Gemüse und ein paar Kartoffeln machen dieses Gericht zu einem Fest.

Nach 2 Nächten im schattigen und zugleich relaxten Carmel Valley, einen Stop im Leuchturm (Pigeon Point Lighthouse) ist San Francisco der nächste traumhafte spot, das 2.Mal nach 1997!

http://www.norcalhostels.org/pigeon

Oft von Erdbeben gefährdet, aber dem Charme von Sydney in nichts nachstehend. 2013 wurde hier, in der wind- und wellenreichen Bucht, der America´s Cup ausgeführt, der älteste Sportwettbewerb der Welt. Das „Kiwidesaster“ von Team Emirates New Zealand, dass trotz eines 7:1 Vorsprungs noch „versegelt“ wurde, hallte noch bis zur nächsten Meisterschaft in 2017 auf Bermuda nach, wo dann allerdings der klare Sieg gegen Team Oracle USA eingefahren werden konnte.

https://www.americascup.com

Zurück zur Stadt! Wo fange ich an? Anbei ein Auszug:

– Cable Cars (immer wieder neue Sichtweisen auf die Stadt, durch die vielen Hügel)
– Alcatraz
– Chinatown
– Golden Gate Bridge, bei Tag oder auch im frühmorgendlichen Nebel, sowie derer Überquerung
– gute Steakhouse Konzepte, sowie Chinatown Food
– das Fairmont Hotel

Die Überfahrt auf der Golden Gate ist eine weitere Möglichkeit die Bridge zu erleben und so kommt dann auch direkt ins Napa Valley, eine der ersten kommerziellen Weinregionen Amerikas.

Ich besuche das legendäre Restaurant von Thomas Keller, die French Laundry, die an diesem Tag leider geschlossen hat. Ohnehin ist es sehr schwierig dort einen Tisch zu bekommen. Durch Zufall treffe ich Chef Thomas der gerade Stolz berichtet aus New York zurückgekommen zu sein, wo er sein 2. drei Michelin Star Restaurant (Per Se) betreibt. Ich chatte ein wenig mit Ihm, vergesse ein Iphone Pic zu machen, erwähne aber das ich keinen Tisch bekommen hab. Danach lunche ich seinem Bistro Bouchon, wo exzellente Speisen kredenzt werden. Die naheliegende Bakery mit ihren hochwertigen Produkten ist an Qualität nicht zu toppen. Die Warenpräsentation ist Weltklasse und der Service auch, der Name hält was er verspricht-große Küche in CA. (Lachsconfit-Free Range Chicken-Creme Bruleé).
Am Nachmittag geht es zurück nach SFO und mit Swiss via Zürich nach Frankfurt am Main.

Der Service ist so lala, die Crew wirk unmotiviert, isst in Gegenwart der Gäste. Der Stewart ist gelernter Bauzeichner und serviert die hervorragenden neuen Welt Weine gut gekühlt. Die Tubenvielfalt auf der Bordtoilette ist ausreichend, obwohl wir gerade erst losgeflogen sind, sind einige schon leer.

Fazit:
Die Welt bietet überall gutes Essen, gute Weine, Attraktionen und immer wieder ist die USA weit vorne dabei!

Keep on exploring!

Christian

 

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