Review: Banyan Tree Lang Co *****

Die Ausganslage:

Wer in das populäre Vietnam reist, hat sicherlich nicht nur die traumhaften Strände als Anlaufziel Nummer 1. Da fällt dem selbst nicht so erfahrenen Traveller die Ha Long Bucht oder das Mekong Delta ein. Etwas weiter unten im Ranking kommt dann aber schon Zentralvietnam. Ziel für Flugreisende ist der Airport in Da Nang, ein sauberer und recht moderner Hafen, welcher allerdings an der Kapazitätensgrenze operiert. Dieser wird von zahlreichen regionalen Gesellschaften angeflogen. So auch Scoot oder Singapore Airlines, die mehrfach wöchentlich mit Kurz- und Mittelstrecken Flugzeugen diese bedienen. In Da Nang bleibt man je nach Zeitfenster und Ziel nicht wirklich hängen, wenn man Ruhe sucht, da es für viele in Richtung Norden nach Hué, in die alte Kaiserstadt geht. Ganz in der Nähe befindt sich das Banyan Tree Resort in der Chan May Bay, eine wunderschön geschwunge und von traumhaften (sauberen) Stränden gesäumten Bucht.

Motivation hierher zu kommen war sicherlich, dass keine Regenzeit im Mai herrscht. Dazu ist es auch wesentlich ruhiger als auf Bali, zudem sauberer. Die Übernachtungsraten starten bei 300 Euro, gehen für die gemietete Strand Pool Villa auf 400 Euro oder wenn man ganz exklusiv am Hang untergebracht wird, sind es dann schnell 700 Euro und mehr. Die Entscheidung eine Strand Pool Villa zu buchen war definitiv eine sehr gute. 124 QM misst diese, 2 Regenduschen, eine Badewanne, ein großes King Size Bett, sind schonmal sehr gediegen. Das 6m x 2.5m großes private Schwimmbecken und ein kleiner Whirlpool ergänzen mit einem Cabana und 2 Sonnenliegen den Außenbereich. Wer in Hängematten-Modus dahin träumen möchte, der legt sich in diese, welche als zusätzliche Chillout Zone in Richtung Strand für jedes Bungalow verfügbar ist.

Der Empfang

beginnt eigentlich schon am Flughafen. Hier wird der Gast in einem SUV abgeholt und in diesem lässt es sich entspannt bei einem Glas Wasser, Erfrischungstüchern und auch Augenmasken, die 30 Kilometer zurücklegen. Der Checkin findet dann in der Villa statt, auch wenn es eine sehr großzügige Rezeption in diesem Hause gibt. Die Formalitäten sind fix erledigt, für weitere schnelle Hilfe kontaktiert man seinen Host, in dem Fall Jennie, per Whats App. Das hat in Teilen ein gewisses Butler Niveau, moderne Kommunikation macht es möglich.

Die Zimmer

bieten den Komfort welcher aus 5 Sterne Häusern bekannt ist. Ohne Klimaanlage geht bei 32 Grad nichts, verschiedene Beleuchtungstypen lassen sich einstellen. Vorab wählt man den Stoff seiner Bettlacken, in diesem Fall ägyptische Baumwolle. Auch diverse Kissenformate stehen zur Auswahl, sowie deren Anzahl. Kostenfreies Wasser befindet sich direkt, an der mit Bier und Softdrinks gefüllten Minibar. Wer möchte stellt sich diese individuell zusammen, also aus den Vorräten des Beverage Departments. Der Safe ist groß und ausreichend, vor allem für den Reisepass. Im Badezimmer gibt es neben den typischen Pflegeprodukten auch einen Kulturbeutel, der in landestypischen Design gestaltet wurde.

Das Frühstück im Water Court:

Da weiss man garnicht wo man starten soll! Es ist eine Auswahl die so nicht selbstverständlich ist und mit einer Bandbreite von vielfältigster Brotauswahl, Gepäck, alles auch Glutenfrei. Die Suppenstation mit Hühnchen oder Schweinekochen gekocht überzeugt, dazu gesellen sich in der „französischen Ecke“ leckere Käsesorten. Die Eiersation kocht a la carte weitere Speisen aus Ost und West und mindestens 6 frisch gepresste Säfte garantieren einen vitaminreichen Start in den Tag. Es geht weiter mit der maximal leckeren Früchteauswahl, sowie einem Glas Prosecco um den Kreislauf wachzuküssen. Der mehr als aufmerksame Service räumt genutztes Geschirr regelmäßig ab, bringt auch auf Bestellung die Garnele im Reisblatt mit dazugehörender Chili-Soße. Der Host bespricht mit seinen Gästen die Pläne des Tages wie eventuelle Ausflüge, Massage-Buchungen oder reserviert für den Abend einen Tisch in den verschiedenen Restaurantkonzepten. In Summe ist das Angebot für die erste Mahlzeit des Tages überwältigend, deshalb sind es auch ein paar mehr Bilder, die es hier zu sehen gibt.

Die Restaurants:

Im Saffron, welches am Hügel liegt und mit einer traumhaften Aussicht über das Meer aufwartet, isst man authentisch Thai-Cuisine. Der grüne Papayasalat mit frittierten Soft-Shell-Krabbe ist mild abgeschmeckt, knackig und lecker. Die Speisekarte wird auf Tablets gereicht, jedes Gericht ist mit einem Bild versehen, jeder Gast weiss optisch was ihn erwartet. Die gewokten Scheiben vom australischen Rinderfilet (Phad Kaprao Nua) mit Basilikum und Chili sind schön mit Soja glasiert, der dazu servierte Reis wird in 4 verschiedenen Farben angeboten. Garniert mit einer knusprigen Omletterolle finden sich verschiedene Texturen auf dem Teller wieder-gelungen! Da es sich um eine Abendlocation handelt, die Öffnungszeiten sind von 18.00 bis 22.00 Uhr, ist der Dresscode „Smart Casual“, was soviel heißt keine Flip Flops zu tragen oder mit kurzen Hosen aufzuschlagen.

Wer auf der Suche nach italienischer und mediteraner Küche ist, findet direkt am Strand das Azura. Der Blick verläuft sich träumerisch hinaus aufs Meer, während authentisch gekocht wird. Die Pizza, das Risotto und auch die Pastaspeisen sind maximal lecker, was vielleicht am Executive Chef liegt, welcher aus Italien stammt. Hier isst man zu Mittag und zu Abend oder bestellt am Nachmittag den Snack für die Verweildauer am Pool.

In der Thu Quan Bar startet der Tag um 15:00 Uhr zur Happy Hour. Eine breite Auswahl an Cocktails, Spirituosen, Bier werden auf eine elegante Art und Weise auf der Terrasse oder im klimatisierten Innenraum serviert. Aber auch ein vietnamesisch gebrühter Kaffee (Vietnam gehört übrigens zu den Top-Anbaugebieten weltweit wenn es um die Bohne geht) oder der Afternoon Tea, bieten die gepflegte Gelegenheit die Aussicht von hier zu genießen.

Der Water Court wird nach dem Frühstück, zu einem „open-kitchen-concept“ für vietnamesische Küche mit reichlich Seafood, Prime Beef und Reisgerichten, umgestaltet. Angebote in Snackformat wie die Hué Pfannkuchen oder Springrolls sind eine kulinarischen Versuchung.

Fazit:

Das sind 100% 5 Sterne die hier gelebt werden. Die Services wissen zu überzeugen, ein Spa mit entsprechenden Anwendungen ist maximal professionell, die Vietnamesen haben zu jeder Zeit ein Lächeln im Gesicht, die Facility ist sehr gut in Schuss, die Lage an der Bay ist ein Traum. Im Rücken sitzt das immergrüne tropisch bewachsene Gebirge, in Summe eine Honeymoon Location aller erster Güte. Ein zweiter Besuch ist definitiv nicht ausgeschlossen, wenn man soviel gute Services und Qualität miterleben darf.

Euer Christian

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