Restaurant Review: Wien und seine traumhafte Gastronomie

Wer eine Reise in das wunderschöne Wien an der Donau antritt, hat definitiv die Qual der Wahl, wenn es um Restaurant-Optionen geht. Diesmal stehen unter anderem folgende Häuser auf dem Programm:

  1. Motto am Fluss
  2. Neni am Wasser
  3. Schwarze Kamel
  4. Hermann´s Strandbar
  5. Das Bootshaus
  6. Austern auf dem Naschmarkt
  7. Meissl & Schadn
  8. Joma Wien – Brunch Location! Figlmüller Gruppe
  9. Meierei – Familie Reitbauer

Motto am Fluss:

Dieser Dauerbrenner liegt direkt am Donaukanal, wie so einige Betriebe. Viel wird in Bio-Qualität serviert, der Service ist von Beginn an sehr aufmerksam und gut geschult. Die Weinkarte hält Gewächse aus Österreich parat und egal ob Aperol oder ein Kaffee, man ist immer herzlich willkommen. Zudem besteht die Wahl zwischen dem Indoor-Restaurant und dem Cafe/Terrasse, wo man sein Tatar vom Bio-Ochsen oder den Burger genießen kann. Nicht zu vergessen ist, dass Motto ist bekannt für die erste Mahlzeit des Tages, dem Frühstück. Von Smoothies über frische Säfte, leckere Sandwiches bis zum pochierten Ei mit Avocado Smash, ist hier so einiges dabei. Nach Jahren der Wien Besuche ist das Motto am Fluss eine Bank! Gerne wieder!

Neni am Wasser:

Das Wasser ist ein Teil der Donau, sprich der Kanal. Von der Haltestelle Schottenring sind es nur wenige Geh-Minuten bis zu dieser Location. Haya Molcho, die umtriebige Gastronomin und Kochbuch-Autorin, betreibt hier ihr neues Konzept mit dem Blick in den abendlichen Sonnenuntergang-traumhaft! Die Küche liefert trotz hoher Besucherzahl eine mediterrane-israelische Küche auf sehr guten Niveau. Der Hummusteller ist eine Bank, der Burrata mit Tomaten, Pinienkernen und Basilikum äußerst verlässlich. Die frittierten Calamari mit Aioli wissen durch einen guten Crunch und eine elegante und ausgewogene Knoblauch-Creme zu überzeugen. Lecker ist auch der Steak Salat mit Minze und Zitrusdressing, obwohl die Portion für 21 Euro recht übersichtlich daher kommt. An Weinen gibt es unter anderem den ausgezeichneten 2023er Chardonnay vom Weingut Artner, aber auch der 2022er Weissburgunder vom Weingut Krispel aus Hof bei Straden, ist ein Gaumen-Genuss. Leichte Holznoten gepaart mit der Exotik der Ananas, aber auch geröstete Haselnüsse finden sich in diesem Traubensaft. https://www.krispel.at/wein/

Das Bootshaus – Alte Donau:

Hier sitzt man mit einem beruhigenden Blick ins Grüne am Rande der Donau-traumhaft! An diesem etwas zu heißen Tag, an dem auch noch aus der Küche eine Hochzeit gecatert wird, sind die Wartezeiten trotzdem noch kurzweilig. Die sehr engagierte Mitarbeiterin „schmeißt“ den Laden und bringt die Getränke und Speisen schwungvoll an den Tisch. Hierher kommt man gerne, auch wenn es nur ein Getränk vielleicht ist. Der Aperol wird für 9.5 Euro verkauft, der Burrata mit Pfirsich ist gerade an heißen Sommertagen eine echte Erfrischung. Gutes Olivenöl, Nüsse und etwas Ruccola sind eine gelungene Kombination (17,9 Euro). Im Hauptgang fällt die Wahl auf die solide Bootshaus Paella mit kleinen Stücken vom Kabeljau, Garnele, Calamari und dem Oktopus, alles eingebettet in einen Safranreis. Die Chorizo ist in feine Streifen geschnitten, unterstreicht damit das Thema Textur und Mundgefühl. Auch die Lammspieße mit Tzatziki sind lecker, etwas Minze im Ruccola rundet den Gang ab. Wer im Winter hierher kommt der findet im Haus eine schöne, stilvolle Umgebung um zu Speisen, es ist eine gelungene Location und absolut empfehlenswert!

Meissl & Schadn:

Es muss nicht immer Figlmüller sein, wenn es darum geht ein gutes Wiener Schnitzel zu bestellen. Das darf bei keinem Wien Besuch fehlen-völlig klar. Am Schubertring 10-12 wird dieses im Dauer-Akkord zubereitet, der Gast hat die Wahl ob er es in Butter-, Schweine- oder Pflanzenfett ausgebacken haben möchte. Die Panade ist fluffig, kross, von außen schaut man den Köchen bei der Arbeit durch das große Schaufenster von der Terrasse aus zu. Mir persönlich ist die Stärke des Fleisches über die Jahre zu gering geworden. Etwas mehr Millimeter dürfte es schon sein, so ist etwas zu dünn plattiert. Zu diesem Gericht passt hervorragend ein Glas grüner Veltliner oder ein gemischter Satz, die mit Säure ein guter Sparingspartner zu fettigen Speisen ist. Unbedingt probieren sollte man die Salzburger Nockerln, die so leckere Mehlspeise dauert auch in der Zubereitung bis zu 30 Minuten, eine Wartezeit die sich lohnt und absolut empfehlenswert ist!

Fazit:

Egal ob auf dem Naschmarkt zwischen den unzähligen Ständen eine Auster schlürfen oder in der Stadt bei Jorma ein Brunch am Sonntagmorgen bestellen, es gibt so viele schöne und gute Locations in Wien mit einem hohen Standard. Unbedingt ausprobieren-Suchtgefahr!

Euer Christian

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