Portugal im März 2019

Eine Woche Portugal im Frühling!

Zugegeben ich war schon immer ein großer Fan dieses Landes, nur an die Algarve hatte ich es bis dahin noch nicht geschafft. Mehrfache Besuche an der nördlichen Atlantikküste, dass eine oder andere mal Lissabon, aber auch schon die Azoren habe ich besucht. Diesmal ist es ein kleines Fischerdorf in der Vorsaison, welches uns zeigt wie herrlich unaufgeregt ein paar Tage am Meer sein können.

Zubringer ab Deutschland ist mit der TAP, die portugiesische National Airline, recht weit hinten in Reihe 21 um 6.00 Uhr morgens, ist schon eine länger nicht mehr durchlebte Situation! Auf dem 3 Stunden langen Flug ist es in Sachen „Komfort“ ebenfalls etwas ungemütlich! Er entspricht wohl eher dem Standard den Ryanair in allen Sitzreihen bietet, obwohl ich diese Airline seit mehr als 15 Jahren nicht mehr geflogen bin, erinnert mich vieles daran. TAP verkauft innereuropäisch seine vorderen Reihen als „Eco Komfort“, was mir so nicht beim check-in bewusst war. Die Reihen näher am Cockpit haben zusätzliche Beinfreiheit, was wir auf dem Rückflug wohlwollend zur Kenntnis nehmen – so geht’s dann doch um einiges angenehmer in der Eco einher! Mit dem Mietwagen steht die zweieinhalb stündige Weiterfahrt Richtung Süden an, bevor man die Algarve erreicht. Die Autobahnen sind so herrlich leer, dass die Kilometer Richtung Süden schon zum Erholungsprogramm gehören. Sicherlich kann man auch nach Faro fliegen, hier muss man gerade in der Nebensaison ein abgespecktes Flugangebot einkalkulieren, was wiederrum oftmals mit einem Umsteigen in München oder Frankfurt verbunden ist. Der Vorteil einer kürzeren Fahrt an die Algarve ist dann somit auch wieder „verflogen“.

In Carvoeiro angekommen geht es in den Supermarkt Apolonia, der jedes Kulinariker-Herz höher schlagen lässt. Feinster Jambon vom iberischen Schwein mit den berühmten schwarzen Füßen, Seafood der Extraklasse,  eine Weinauswahl die mich fragend stehenlässt „warum wir nur für eine Woche kommen“ und natürlich beste Obst- und Gemüsequalitäten, der Einkaufswagen ist schnell und lecker gefüllt.

Zum Glück hat man aus vielen Reisejahren gelernt und das Touristenprogramm ist  während der 5 Tage abgespeckt. Denn die Terrasse der Ferienwohnung mit Blick Richtung Afrika und dem täglichen Sonnenuntergang ist im April ein absoluter Traumspot. Windgeschützt lässt es sich hier für mehrere Stunden am Tag in der Sonne sitzen und den Vitamin D Speicher, der völlig leergefegt vom deutschen Winter ist, wieder auffüllen.

Attraktive Ausflugsziele der Region sind unter anderem die tollen Strände. Wir besuchen für ein kurzen Austausch mit dem noch kalten Atlantik den „Praia do Carvalho“, wo analog des „James Bond Felsens“ in Thailand, dieser atemberaubend und keilförmig in den Himmel ragt. Zudem erinnert mich die Küste ein wenig an die 12 Apostel südlich von Melbourne in Australien! Im Anschluss genießt man frisches Seafood direkt am Meer im „Restaurante Rei das Praias“. Hier wird der Fisch im Ganzen gegrillt und am Tisch tranchiert. Doch bevor es sich schon alles um den Hauptgang dreht, erst einmal ein paar rohe Austern schlürfen und gedämpfte Venusmuscheln degustieren, die unfassbar lecker im eigenen Sud daherkommen! Müde von guten Essen, frischer Seeluft, einem Bad im Meer und der Sonne geht es zurück in die Ferienwohnung und bei einem guten Buch sowie einem Glas Wein geht der Tag unaufgeregt zu Ende.

Ein weiterer lohnenswerter Ausflug liegt 2 km südlich der Stadt Lagos. Hier ragt eine 20 Meter hohe Felsenklippenlandschaft, die „Ponta da Piedade“ weit in den Atlantik hinein. Versteckte Strände und Buchten mit herausragenden Badequalitäten laden zum verweilen ein. Wenn das Meer nicht zu stürmisch ist finden hier Bootsfahrten statt, welche ihren ganz eigenen Charme haben und die Sichtweise auf die steilen Felsen und Grotten noch einmal aus einem ganz andere Winkel erscheinen lassen.

Die 5 Tage sind schnell vorbei und es folgen noch 2 weitere in Lissabon. Von Süden kommend geht es über die europäische „Golden Gate“, der „Ponte 25 de Abril“, einem beeindruckenden Brückenbau der sich 3.2 Kilometer lang über den „Tejo“ spannt.

Ähnlich wie in San Francisco kann man in Lissabon mit den uralten Straßenbahnen die Hügel der Bezirke hinauffahren und analog zu Rio de Janeiro wacht die „Cristo Rei“ Statue über die Stadt.

Das alte Europa hat schon seine „Exportschlager“, auf die wir doch alle ein wenig stolz sind –  zugegeben folgen mittlerweile mehr Menschen in der Welt Cristiano Ronaldo auf Instagram, als sie vermutlich die nationale Spezialität den Bacalhau kennen.

Unser Hauptziel ist der „Time out Market“, eine Auswahl an Ständen in den alten Markthallen, welcher ein Traum für Foodlover ist.  2014 in einer Art Kioskstil eröffnet findet sich Abwechslung durch und durch. Über 30 Konzepte, saftig, schmackhafte Burger, Tatar vom Thunfisch, angerichtet auf Sterneniveau! Gepaart mit einem hohen „speed of service“ und einer durchaus lokalen, regionalen Küche wie zum Beispiel beim Dessert, dem „Pastel de Nata“, einem kleinen „Custard“ Kuchen der lauwarm serviert wird und den absolut gelungenen Abschluss mit einem Espresso bietet.

Die Konzepte zeigen ganz klar den Trend zu mehr Qualität, sicherlich wird es heute und in Zukunft nicht um eine Speisekarte mit vielen Produkten mehr gehen, sondern eher um 3-4 Gerichte, die aber konsequent und sehr gut umgesetzt werden. Nicht nur der Geschmack überzeugt, sondern auch die Optik, vieles erinnert mich an meinem Besuch im Herbst 2018 in Paris an die  „Station F“ – herausragende Qualitäten für Jedermann!

Ein weiteres Plus dieser Stadt ist, dass viele Sehenswürdigkeiten in unmittelbarer Laufdistanz aufzufinden sind. So ist der „Rossio“, einer der wichtigsten Plätze der Stadt seit dem Mittelalter, nur unweit vom „Elevador de Santa Justa“, einem Fahrstuhlgebäude gebaut aus Stahl der seit 1901 seine Dienste tut. Eine Fahrt hinauf lädt zu einem Rundumblick auf die Stadt ein, ein paar Meter in Richtung Norden lässt es sich auch entspannt Frühstücken oder nur ein kaltes Getränk zu sich nehmen. Wer möchte kann anstatt runterzufahren in die Stadt laufen.

Mit dem Taxi geht es bequem und schnell nach Belem. Das UNESCO-Weltkulturerbe, von den Herrschern der ehemaligen Welt- und Seemacht Portugal errichtet, empfängt heute noch mit seiner ganzen Schönheit die ankommenden Schiffe und Besucher. Entlang des Tejo haben sich weitere Restaurants, Cafes und Hotels angesiedelt, einfach eine tolle Flaniermeile die bei Sonnenschein einlädt den ausfahrenden Kreuzfahrtschiffen „goodbye zu waiven“ und einen Aperol zu genießen.

Final muss gesagt sein das sich Lissabon vielleicht zu einer der attraktivsten Städte Europas, ja sogar in der Welt gemausert hat. Diese 7 Tage werden wir vermutlich gerne noch einmal durchleben wollen und mein Fazit der Reise lautet:

„Warum in die (Ultra-) Ferne schweifen, wenn das Gute doch so nahe liegt…“

Zugegeben 2700 Kilometer ist jetzt nicht wirklich nah, verglichen mit andere Reisen in meiner Karriere ist Lissabon allerdings in der Nachbarschaft.

Nun freuen wir uns auf ein paar Tage in den Dolomiten, die Alder Mountain Lodge auf der Seiser Alm seht im Mai an, ein paar Tage bei bester Bergluft ausspannen, wir freuen uns! Meran und das schöne Südtirol sehen uns wieder!

Keep exploring!

Euer Christian Steuber

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